Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag
Osten
Die Bilanz des „Beitritts“ ist für viele ernüchternd, trotz sanierter Innenstädte und Straßen. Ostdeutsche arbeiten noch immer länger als Westdeutsche, verdienen weniger, sind stärker von Arbeitslosigkeit und Armut bedroht, bekommen für gleiche Arbeit weniger Rente. In Spitzenpositionen sind sie rar. Alte Wunden liegen offen und werden von der Politik oft ignoriert: Ostdeutsche Erfahrungen wurden weggewischt, Kita-Netz, polytechnische Oberschulen, Polikliniken diffamiert. Viele hier fühlen sich geprellt, abgehängt.
Der Osten soll auf Augenhöhe mit dem Westen! Die Landesregierung muss für gleichwertige Lebensverhältnisse und gegen (Renten)Unrecht streiten. Die Treuhand-Politik ist aufzuarbeiten. Denn viele leiden noch immer darunter, dass Betriebe verscherbelt und dichtgemacht wurden: Wirtschaftskraft, Löhne und Renten nähern sich kaum an. Unternehmenszentralen fehlen. Während Täter mit Rendite und Renommee gesegnet sind, haben die Geschädigten unterbrochene Erwerbsbiografien, Dumpinglöhne, Niedrigrenten.
Viele Menschen im Osten sind enttäuscht.
Sie arbeiten länger als Menschen im Westen.
Sie verdienen weniger Geld.
Sie haben öfter keine Arbeit.
Sie bekommen weniger Rente für gleiche Arbeit.
Es gibt wenige Menschen aus dem Osten in wichtigen Stellen.
Alte Probleme sind noch da.
Die Politik beachtet sie oft nicht.
Erfahrungen aus dem Osten werden nicht ernst genommen.
Viele Menschen im Osten fühlen sich schlecht behandelt.
Sie fühlen sich vergessen und allein gelassen.
Gleichheit zwischen Ost und West
Der Osten soll gleich sein wie der Westen.
Die Landes-Regierung muss dafür kämpfen.
Sie soll für gleiche Lebens-Bedingungen sorgen.
Sie soll gegen Unrecht bei der Rente kämpfen.
Probleme der Treuhand-Politik
Die Politik der Treuhand muss geprüft werden.
Viele Menschen leiden noch heute darunter.
Betriebe wurden verkauft und geschlossen.
Das hat die Wirtschaft im Osten geschwächt.
Löhne und Renten sind noch nicht gleich.
Viele Firmenzentralen sind im Westen.
Die Täter haben viel Geld und guten Ruf.
Die Betroffenen haben oft schlechte Arbeits-Zeiten.
Sie bekommen wenig Lohn und niedrige Rente.
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