Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag

Arbeit

Die arbeitenden Menschen halten unsere Gesellschaft am Laufen – nicht die Superreichen, die ihr Geld für sich arbeiten lassen. Beschäftigte müssen von ihrer Arbeit gut leben, ihren Alltag sicher planen und in ihrem Betrieb mitbestimmen können.

Viel wird über den Mangel an Arbeitskräften geklagt. Wer einen Job hat, soll dazu gedrängt werden, noch mehr und immer länger zu arbeiten. Wir dagegen sagen: Wer Arbeitskräfte will, der muss eben gute Arbeitsbedingungen bieten. Dazu gehört auch das Recht auf Teilzeit und Home-Office, wo dies möglich ist. Wir setzen uns dafür ein, den Volksantrag umzusetzen, der das Recht auf 5 Tage Bildungszeit für Beschäftigte in Sachsen einfordert. Außerdem dürfen Bosse nicht länger die Gründung von Betriebsräten verhindern, die die Interessen der Beschäftigten vertreten.

Leider ist Sachsen nach 35 Jahren CDU-Regierung noch immer ein Niedriglohnland. Wir finden aber, dass niemand trotz Arbeit arm bleiben darf. Darum fordern wir einen Mindestlohn von 15 Euro. Doch das kann nur die Untergrenze sein. Besser sind Jobs mit Tariflohn. Wir kämpfen seit vielen Jahren zusammen mit den Gewerkschaften dafür, dass staatliche Aufträge in Sachsen nur noch an Firmen gehen, die nach Tarif bezahlen. Wir wollen zugleich mehr Tarifverträge allgemeinverbindlich machen, um Lohndrückerei zu verhindern. Dabei sollte es endlich auch selbstverständlich werden, dass Männer und Frauen für gleichwertige Arbeit den gleichen Lohn bekommen.

Auch Selbstständige haben soziale Sicherheit verdient. Darum setzen wir uns für verbindliche Mindesthonorare ein, etwa im Bereich der Kultur. Handwerker und andere Gewerbetreibende wollen wir durch den Abbau von überflüssiger Bürokratie entlasten.

Sinnvolle und gut bezahlte Arbeit ist der beste Weg, um Zugewanderte in unsere Gesellschaft zu integrieren. Deshalb wollen wir die Hürden für die Anerkennung von Berufsabschlüssen abbauen und dafür sorgen, dass sie schnell arbeiten dürfen und können. Das erleichtert auch die Integration.

Wir lehnen es ab, arbeitende Menschen gegen Menschen auszuspielen, die nach Arbeit suchen. Wenn Arbeitslose mit Sanktionen bedroht werden, dient dies nur dazu, auch die Arbeitenden einzuschüchtern, damit sie es nicht mehr wagen, ihre Rechte einzufordern. Arbeitslose haben ein Recht auf eine Grundsicherung, die ihnen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht.

Gute Löhne sorgen auch für anständige Renten. Doch sollte überhaupt niemand nach einem arbeitsreichen Leben in Altersarmut fallen, auch wenn er oder sie wenig verdient hat. Darum fordern wir eine Mindestrente von 1.400 Euro netto im Monat.

Die arbeitenden Menschen halten unsere Gesellschaft am Laufen.
Sie müssen gut von ihrer Arbeit leben.
Sie sollen ihren Alltag sicher planen.
Sie sollen in ihrem Betrieb mitbestimmen können.

Arbeitskräfte und Arbeit

Viele sagen, es gibt zu wenig Arbeitskräfte.
Man will, dass Beschäftigte mehr und länger arbeiten.
Wir sagen: Gute Arbeitsbedingungen sind wichtig.
Dazu gehört Teilzeit und Arbeit von zu Hause.
Wir wollen 5 Tage Bildungszeit für Beschäftigte in Sachsen.

Bosse sollen Betriebsräte nicht verhindern.
Betriebsräte vertreten die Beschäftigten.

Löhne und Mindestlohn

Sachsen hat viele Niedriglöhne.
Niemand darf trotz Arbeit arm sein.
Wir fordern einen Mindestlohn von 15 Euro.
Tariflohn ist besser als Mindestlohn.
Wir kämpfen für Tariflohn bei staatlichen Aufträgen.

Wir wollen mehr Tarifverträge allgemein machen.
Das verhindert Lohndrückerei.
Männer und Frauen sollen für gleiche Arbeit gleich viel Lohn bekommen.

Soziale Sicherheit für Selbstständige

Selbstständige brauchen soziale Sicherheit.
Wir wollen Mindesthonorare für Selbstständige.
Das gilt zum Beispiel für die Kultur.
Wir wollen Handwerker von zu viel Bürokratie befreien.

Integration durch Arbeit

Gute Arbeit hilft Zugewanderten bei der Integration.
Wir wollen die Anerkennung von Berufsabschlüssen erleichtern.
Zugewanderte sollen schnell arbeiten dürfen.

Arbeitslose und Grundsicherung

Wir wollen keine Streit zwischen Arbeitenden und Arbeitslosen.
Arbeitslose sollen nicht mit Strafen bedroht werden.
Das schüchtert Arbeitende ein.
Arbeitslose haben ein Recht auf Grundsicherung.
Die Grundsicherung soll ein gutes Leben ermöglichen.

Rente und Mindestrente

Gute Löhne sorgen für gute Renten.
Niemand soll im Alter arm sein.
Wir fordern eine Mindestrente von 1.400 Euro netto im Monat.

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Juliane Nagel

Sprecherin für Wohnen, Antifaschismus, demokratische Gesellschaft, Kinder- und Jugendpolitik, Gleichstellungs- und Queerpolitik

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