Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag
Gesundheit darf kein Luxus sein
Medizinische Hilfe darf nicht davon abhängen, wo ein Mensch wohnt oder wie gut sein Bankkonto gefüllt ist. Doch in Sachsen wird der Weg zum nächsten Krankenhaus in ländlichen Regionen immer länger, weil ganze Kliniken oder Abteilungen geschlossen werden. Gleichzeitig ist es vielerorts schwierig, einen Termin für eine (fach)ärztliche Behandlung oder eine Psychotherapie zu bekommen – besonders für gesetzlich Versicherte, die keine Privatversicherung haben. Auch der Apothekenbereich zeigt Mangelerscheinungen. Wer nur geringe oder mittlere Einkünfte hat, muss trotzdem übermäßig viel für das Gesundheitswesen ausgeben, zum Beispiel für Zuzahlungen bei Medikamenten oder Zahnbehandlungen. Und wer professionelle Pflege braucht, ohne ein großes Vermögen zu besitzen, wird in absehbarer Zeit mittellos. Die Linksfraktion vertritt gerechte Lösungen, damit alle gut und bezahlbar versorgt werden. Dabei haben wir die besonderen gesundheitlichen Bedürfnisse von Kindern, Älteren und Frauen stets im Blick.
Medizinische Hilfe darf nicht vom Wohnort abhängen.
Sie darf nicht vom Geld auf dem Bankkonto abhängen.
Krankenhäuser in Sachsen
In Sachsen schließen Krankenhäuser auf dem Land.
Der Weg zum Krankenhaus wird länger.
Schwierige Arzt-Termine
Es ist schwer, einen Arzt-Termin zu bekommen.
Das gilt besonders für Menschen mit gesetzlicher Versicherung.
Probleme bei Apotheken
Es gibt zu wenige Apotheken.
Hohe Kosten für Gesundheit
Menschen mit wenig Geld zahlen viel für Gesundheit.
Sie zahlen viel für Medikamente und Zahn-Behandlungen.
Pflege und Geld
Wer Pflege braucht und wenig Geld hat, wird bald arm.
Lösungen der Links-Fraktion
Die Links-Fraktion will gerechte Lösungen.
Alle sollen gut und günstig Hilfe bekommen.
Kinder, ältere Menschen und Frauen sind wichtig.
Vorsorge ist die beste Gesundheitspolitik
Wenn Menschen gesund bleiben oder Erkrankungen nicht chronisch werden, entlastet das den Gesundheitssektor und spart viel Geld. Die Staatsregierung sollte eine gesunde Lebensweise fördern – am besten so früh wie möglich, da entscheidende Prägungen schon im Kleinkindalter geschehen. In den Verhandlungen zum Landeshaushalt 2025/2026 haben wir durchgesetzt, dass Sachsen ein Landesgesundheitsamt einrichtet. Es wird den Öffentlichen Gesundheitsdienst stärken und Aufklärung, Prävention sowie Infektionsschutz verbessern. In Berlin sollte die Staatsregierung dafür eintreten, dass Vorsorgeuntersuchungen regelmäßig und kostenfrei für alle erreichbar bleiben. So lassen sich Klinikaufenthalte und Todesfälle vermeiden, etwa wegen Hautkrebs.
Eine entscheidende Rolle spielen Schutzimpfungen, die gefährliche Infektionskrankheiten eindämmen und bestenfalls ausrotten. Bei Pocken ist das gelungen, in Deutschland auch bei der Kinderlähmung. Weitere Erkrankungen, darunter Masern, lassen sich per Impfung im Zaum halten. Impfgegnerschaft hat mitunter tödliche Folgen, wie Masernausbrüche in den USA zeigen. Gegen eine Reihe von Gefahren – darunter Hepatitis, Gürtelrose und FSME infolge von Zeckenbissen – gibt es etablierte Impfstoffe, die aber nur schwach nachgefragt werden. Information und Aufklärung sollten eine Hauptaufgabe des Landesgesundheitsamtes werden. Medizinische Fachfragen sollten nicht politisiert werden. Für ihre Beantwortung und die nötige Beratung sind Fachleute zuständig.
Vorsorge schützt die Gesundheit
Vorsorge hält Menschen gesund.
Sie verhindert schwere Krankheiten.
Das spart Geld im Gesundheits-System.
Frühe Förderung ist wichtig
Gesunde Lebens-Weise soll früh gefördert werden.
Wichtige Prägungen passieren im Kleinkind-Alter.
Neues Landes-Gesundheits-Amt in Sachsen
Sachsen richtet ein Landes-Gesundheits-Amt ein.
Es stärkt den Öffentlichen Gesundheits-Dienst.
Es verbessert Aufklärung, Vorsorge und Schutz vor Infektionen.
Kostenfreie Vorsorge-Untersuchungen
Vorsorge-Untersuchungen sollen regelmäßig sein.
Sie sollen für alle kostenfrei sein.
So lassen sich Klinik-Aufenthalte und Todes-Fälle vermeiden.
Schutz-Impfungen sind wichtig
Schutz-Impfungen stoppen gefährliche Krankheiten.
Pocken sind durch Impfung besiegt.
Kinderlähmung ist in Deutschland fast besiegt.
Masern lassen sich durch Impfung stoppen.
Wer Impfungen ablehnt, riskiert schwere Folgen.
Masern-Ausbrüche in den USA zeigen das.
Es gibt Impfstoffe gegen Hepatitis, Gürtelrose und FSME.
Diese Impfungen nutzen aber wenige Menschen.
Aufklärung und Fach-Wissen
Das Landes-Gesundheits-Amt soll informieren und aufklären.
Medizinische Fragen sollen Fach-Leute beantworten.
Politik soll diese Fragen nicht entscheiden.
Schluss mit dem Mangel an Praxen und Terminen
Etwa 2.600 Hausärztinnen und Hausärzte betreuen die alternde sächsische Bevölkerung mit ihren immer komplexeren Krankheitsbildern. Unserem Land fehlen hunderte Hausärzte, in vielen Regionen besteht oder droht Unterversorgung. Besonders betroffen sind das Vogtland, das Erzgebirge und die Oberlausitz. Der hohe Altersdurchschnitt der Praxisinhaber zeigt: Das Problem wächst. Lücken gibt es vor allem abseits der Großstädte auch bei Augenärztinnen und -ärzten, im frauenärztlichen Bereich, bei Hals-Nasen-Ohren-Ärztinnen und -ärzten sowie bei haut- und kinderärztlichen Praxen. Bekannt ist der Personalmangel in der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Nicht gesichert ist die Versorgung in der Nuklearmedizin, bei der Zahnmedizin entstehen Lücken.
Das Thema Gesundheit ist ein zentraler Faktor bei der Entscheidung, ob Menschen aufs Land ziehen oder dortbleiben. Auch medizinisches Personal wird dauerhaft nur in Gebieten arbeiten wollen, die attraktive Lebensbedingungen bieten. Deshalb sind Investitionen in Verkehrsverbindungen, Kitas oder Kultur sehr wichtig. Die Linksfraktion will mehr Ärztinnen und Ärzte sowie medizinische Fachangestellte in die ländlichen Regionen bringen. Das gelingt nur mit guten Arbeitsbedingungen, angemessenen Einkommen, sinnvoller Digitalisierung und weniger Bürokratie. Zugleich ist es wichtig, mehr Studienplätze zu schaffen: Allgemeinmedizin soll dabei eine größere Rolle spielen. Zugleich muss das Studium einer größeren Zahl an geeigneten Menschen offenstehen. Für die Zulassung sollte weniger die Abiturnote entscheidend sein als das fachliche Talent und die sozialen Kompetenzen. Ausländische Abschlüsse müssen schneller anerkannt werden.
Wir sollten nicht getrennt Politik für Krankenhäuser, Hausarztpraxen, Facharztpraxen, Polikliniken oder Apotheken machen. Es ist sinnvoll, ambulante und stationäre Strukturen zu verzahnen – etwa mithilfe von mehr Polikliniken, die gegebenenfalls rund um die Uhr geöffnet sind. Sie entlasten Ärztinnen und Ärzte davon, eine Praxis allein in Form eines kleinen Unternehmens führen zu müssen. Wir fordern bessere Bedingungen für innovative Modelle (Kooperationsverbünde, Praxis-Zusammenschlüsse, Praxiskliniken, Ärztegenossenschaften, Ärzte-Netzwerke, ärztliche Versorgungszentren) und mehr mobile Versorgungsangebote, etwa rollende Arztpraxen. Wer eine Praxis übernehmen oder gründen will, soll Beratung und Geld vom Freistaat bekommen.
Hausärzte in Sachsen
Sachsen hat 2.600 Hausärzte und Hausärztinnen.
Viele Menschen sind älter und haben schwere Krankheiten.
Es fehlen viele Hausärzte in Sachsen.
Das ist besonders schlimm im Vogtland, Erzgebirge und Oberlausitz.
Viele Ärzte sind alt und hören bald auf.
Mangel bei Fachärzten
Es fehlen auch Augenärzte und Frauenärzte.
Es gibt zu wenig Hals-Nasen-Ohren-Ärzte.
Auch Hautärzte und Kinderärzte fehlen.
Kinder- und Jugendpsychiatrie hat zu wenig Personal.
Zahnärzte und Nuklearmedizin sind auch knapp.
Gesundheit und Leben auf dem Land
Gesundheit ist wichtig für das Leben auf dem Land.
Menschen ziehen nur aufs Land, wenn es dort gut ist.
Gute Straßen, Kitas und Kultur sind wichtig.
Medizinisches Personal will dort arbeiten, wo es gut ist.
Mehr Ärzte aufs Land bringen
Die Linkspartei will mehr Ärzte aufs Land bringen.
Dafür braucht es gute Arbeitsbedingungen und gutes Geld.
Weniger Bürokratie und gute Computer helfen auch.
Es soll mehr Studienplätze für Allgemeinmedizin geben.
Das Studium soll für viele Menschen offen sein.
Die Abiturnote soll nicht so wichtig sein.
Wichtig sind Talent und soziale Fähigkeiten.
Ausländische Abschlüsse sollen schneller anerkannt werden.
Bessere Zusammenarbeit in der Medizin
Krankenhäuser und Praxen sollen besser zusammenarbeiten.
Polikliniken können rund um die Uhr offen sein.
Das hilft Ärzten, die Praxis nicht allein zu führen.
Es soll mehr neue Modelle geben wie Ärzte-Netzwerke.
Mobile Angebote wie rollende Arztpraxen sind wichtig.
Wer eine Praxis gründen will, soll Hilfe bekommen.
Der Freistaat soll Beratung und Geld geben.
Gesundheit ist keine Ware: Krankenhäuser in öffentliche Hand
Krankenhäuser sollen nicht Konzernen gehören, denn die denken nicht zuerst ans Wohlergehen der Patientinnen und Patienten, sondern an ihren Profit. Wir treten dafür ein, dass sie in den Händen der Kommunen oder gemeinnütziger Träger bleiben oder dorthin zurückkehren. Wir fordern den Erhalt aller Standorte – mindestens als Polikliniken. Das Netz der Standorte für die Notfallversorgung rund um die Uhr mit stationären Betten muss engmaschig bleiben. Der Freistaat muss den Krankenhäusern endlich genug Geld für Investitionen geben, wie es seine gesetzliche Pflicht ist. Auch der Landesbasisfallwert deckt bisher die Kosten nicht – das ist die Vergütung, die Krankenhäuser für die stationären Leistungen erhalten. Sie wird zwischen den Krankenkassen und der Krankenhausgesellschaft vereinbart. Wir fordern krankenhausindividuelle Budgets, die jährlich verhandelt werden. Im Landtag konnten wir durchsetzen, dass die Staatsregierung das Geld, das der Bund aus seinem Infrastruktur-Sondervermögen nach Sachsen überweist, zunächst vorrangig in den Krankenhausbau investieren muss.
Die meisten Krankenhäuser sind dennoch weit entfernt davon, schwarze Zahlen zu schreiben. Die Bundesregierung ist ihnen keine Hilfe: Sie setzt die Kliniken sogar noch mehr unter Druck. So will der Bund die Vergütungsentwicklung begrenzen – dann wachsen die Erlöse regelmäßig langsamer als die Kosten. Insbesondere Tarifsteigerungen werden nicht mehr ausgeglichen. Auch sollen die Pflegebudgets gedeckelt werden. So werden die Krankenhäuser kaputtgekürzt, statt sie solide zu finanzieren. Für Sachsen hat das besonders gravierende Folgen: Viele Kliniken stehen bereits an der Schwelle zur Insolvenz, insbesondere kleinere Standorte. Es drohen weitere Schließungen. Diesen Irrweg wird die Linksfraktion nicht mitgehen. Es war ein Fehler, Krankenhäuser in den wirtschaftlichen Konkurrenzdruck zu zwingen. Die Forderung, Gewinne zu erwirtschaften, ist falsch. Über medizinische Maßnahmen muss frei von betriebswirtschaftlichem Kalkül entschieden werden!
Krankenhäuser gehören nicht Konzernen
Krankenhäuser sollen nicht Firmen gehören.
Firmen denken an Geld und nicht an Patienten.
Krankenhäuser sollen der Stadt oder gemeinnützigen Gruppen gehören.
Wir wollen alle Krankenhäuser behalten.
Mindestens als Polikliniken sollen sie bleiben.
Notfallversorgung muss bleiben
Die Krankenhäuser müssen rund um die Uhr offen sein.
Sie brauchen Betten für kranke Menschen.
Das Netz der Krankenhäuser muss eng sein.
Der Freistaat muss genug Geld geben.
Das Geld ist für neue Gebäude und Geräte wichtig.
Geld für Krankenhäuser reicht nicht
Das Geld von den Krankenkassen reicht nicht.
Die Krankenhäuser bekommen zu wenig Geld für ihre Arbeit.
Das Geld wird zwischen Krankenkassen und Krankenhäusern ausgehandelt.
Wir wollen, dass jedes Krankenhaus ein eigenes Budget bekommt.
Das Budget soll jedes Jahr neu besprochen werden.
Bund gibt zu wenig Hilfe
Viele Krankenhäuser machen Verluste.
Die Bundesregierung hilft nicht genug.
Der Bund will die Geld-Zahlungen begrenzen.
Die Kosten steigen aber schneller als das Geld.
Die Pflege bekommt nicht genug Geld.
Gefahr von Schließungen
Viele Krankenhäuser sind fast pleite.
Besonders kleine Krankenhäuser sind gefährdet.
Es könnten Krankenhäuser schließen.
Wir wollen das nicht.
Krankenhäuser sollen nicht wie Firmen arbeiten.
Medizin ohne Geld-Druck
Krankenhäuser sollen nicht Geld verdienen müssen.
Medizinische Entscheidungen sollen frei sein.
Geld darf nicht wichtiger sein als die Gesundheit.
Wir kämpfen für gute Krankenhäuser für alle Menschen.
Das Apothekensterben stoppen
Die Apotheke vor Ort bietet niedrigschwellige und vertrauensvolle Beratung, sie kann Rezepturen herstellen und bei Engpässen Alternativen anbieten. Apotheken sind häufig länger geöffnet und leichter erreichbar als Arztpraxen. Internetapotheken helfen weniger. Doch derzeit schließen mehr Apotheken, als neue eröffnen: Kostendruck, Bürokratie und Lieferengpässe gefährden ihre Existenz. Besonders abseits der Großstädte werden die Wege länger, Busverbindungen sind rar. Gerade ältere Menschen bringt das in Schwierigkeiten. Das Apothekensterben ist ein ernstes Versorgungsproblem, das wir lösen wollen. Der Zugang zu Medikamenten ist eine Frage der Gerechtigkeit! Mit einem Runden Tisch „Arzneimittelversorgung“ wollen wir Verantwortliche aus allen Bereichen zusammenbringen, um frühzeitig dafür zu sorgen, dass es zu einem Mangel an Medikamenten gar nicht erst kommt.
Damit wieder mehr Menschen eine Apotheke führen oder dort arbeiten wollen, müssen die Bedingungen besser werden. Künftig muss das Packungsfixum regelmäßig steigen – das ist der feste Betrag, den die Krankenkassen pro Medikamentenpackung erstatten. Beratung muss angemessen vergütet werden. Beim Umgang mit Lieferengpässen wollen wir die Koordination verbessern, unnötige Bürokratie muss weg. Förderprogramme könnten bei der Digitalisierung helfen sowie Übernahmen oder Gründungen erleichtern. Auch für Modernisierungen und IT-Lösungen etwa für telepharmazeutische Beratung, Bestellwesen oder Patientenverwaltung ist Unterstützung denkbar.
In vielen Regionen fehlen hausärztliche Praxen, viele vorhandene sind ausgelastet oder überlastet. Es ist daher sinnvoll, bestimmte Leistungen zusätzlich in Apotheken anzubieten. So kann man sich dort schon heute gegen Grippe impfen lassen. Zu Medikationsmanagement, Prävention oder der Betreuung chronisch Kranker können Apotheken viel beitragen. Was sie übernehmen können, ist eine Fachfrage, die alle relevanten Akteure beantworten müssen.
Der Landtag hat im März 2026 einen Antrag der Linksfraktion gegen das Apothekensterben beschlossen. Die Staatsregierung wird mit dem Apothekerverband, der Landesapothekerkammer, den Kommunen, dem Institut für Pharmazie der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig und den Krankenkassen ein Maßnahmenpaket erarbeiten. Als nächsten Schritt schlagen wir einen Sicherungsplan vor, der wichtige Ansätze verbindet: systematisches Monitoring, Förderinstrumente, Maßnahmen zur Fachkräftesicherung sowie die Weiterentwicklung der Rolle, die Apotheken im Gesundheitswesen spielen. Mit Modellprojekten wollen wir sie stärker in die Versorgung einbinden. Für den ländlichen Raum fordern wir etwa innovative Versorgungsmodelle wie mobile Angebote, erweiterte Botendienste, digitale Beratung sowie Kooperationen mit kommunalen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Wir sollten auch über eine Quote für Landapothekerinnen und -apotheker nachdenken, die – wie bei der Allgemein- und der Zahnmedizin – den Zugang zum Studium für diejenigen erleichtert, die danach für eine gewisse Zeit im ländlichen Raum arbeiten.
Apotheken sind wichtig
Apotheken helfen bei Krankheiten.
Sie geben Medikamente und beraten die Menschen.
Apotheken sind oft länger offen als Arztpraxen.
Internetapotheken helfen weniger.
Viele Apotheken schließen aber.
Probleme der Apotheken
Apotheken haben zu wenig Geld.
Sie haben viel Bürokratie.
Lieferungen kommen oft zu spät.
In kleinen Orten sind Apotheken selten.
Das ist für ältere Menschen schwer.
Was wir tun wollen
Wir wollen das Apothekensterben stoppen.
Der Zugang zu Medikamenten ist wichtig für alle.
Wir bringen viele Menschen zusammen.
Sie sollen helfen, dass es genug Medikamente gibt.
Bessere Bedingungen für Apotheken
Apotheken sollen mehr Geld bekommen.
Die Beratung soll besser bezahlt werden.
Bürokratie soll weniger werden.
Es soll Förderungen für neue Technik geben.
Das hilft bei der Arbeit in Apotheken.
Apotheken helfen mehr
Apotheken können mehr machen als Medikamente geben.
Sie können gegen Grippe impfen.
Sie können kranke Menschen besser betreuen.
Das müssen Experten genau planen.
Beschluss im Landtag
Der Landtag will das Apothekensterben stoppen.
Viele Gruppen arbeiten zusammen.
Sie machen einen Plan mit vielen Ideen.
Es gibt neue Projekte für Apotheken.
Besondere Hilfe für den ländlichen Raum
Im Land helfen mobile Apotheken und Botendienste.
Digitale Beratung soll besser werden.
Apotheken arbeiten mit Pflege und Gesundheit zusammen.
Es soll mehr Landapotheker und Landapothekerinnen geben.
Sie bekommen leichter einen Studienplatz.
Menschenwürdige Pflege für alle, die sie brauchen oder leisten
Sachsens Bevölkerung ist im Bundesvergleich eine der ältesten, die Zahl der Pflegebedürftigen hat sich in den letzten zehn Jahren mehr als verdoppelt. Fast 90 Prozent dieser 350.000 Menschen werden zu Hause von Angehörigen betreut. Pflegebedürftigkeit betrifft aber nicht nur Ältere, sondern sie kann alle treffen – auch durch Unfall oder eine Erkrankung. Menschenwürdige Pflege darf weder eine Frage des Geldbeutels sein noch die Leute nach einem Leben voller Arbeit zu Bittstellern machen. Dafür tritt die Linksfraktion ein.
Im Osten sind die Alterseinkünfte vergleichsweise gering, weil Betriebsrenten, Wohneigentum oder Mieteinnahmen weniger verbreitet sind als im Westen. Für viele Ältere ist die gesetzliche Rente das einzige Einkommen. Doch laut dem Verband der Ersatzkassen steigen die Eigenanteile, die im Pflegeheim untergebrachte Menschen entrichten müssen, weiter: In den ersten zwölf Monaten ihres Aufenthalts müssen sie monatlich im Schnitt 3.152 Euro zahlen, weil die Zuschüsse der Pflegeversicherung zu gering sind. Erst im vierten Jahr sinkt der Eigenanteil auf etwas mehr als Hälfte des Ausgangswertes. Selbst gute Renten reichen dafür nicht. So werden viele Pflegebedürftige zum Sozialfall, obwohl sie ihr Leben lang gearbeitet haben. Von der Lebensleistung bleibt dann kaum etwas oder nichts übrig.
Wir wollen die Pflegeversicherung gerecht zur solidarischen Vollversicherung umbauen. Kurzfristig muss Sachsen gegenüber dem Bund darauf bestehen, dass die Eigenanteile gedeckelt werden. Langfristig wollen wir die Pflegeversicherung so verändern, dass alle gerecht Beiträge einzahlen – auch auf hohe Einkommen im Job oder am Finanzmarkt. Die Pflegereform der Bundesregierung weist aber in die Gegenrichtung: Zuschüsse zu den Eigenanteilen sollen erst später fließen, die Zugangsvoraussetzungen für die Pflegegrade 1 bis 3 verschärft werden.
Entlastungen sind nur mit einer gerechten Vollversicherung möglich – für Pflegebedürftige, Beschäftigte und für die pflegenden Angehörigen. Sie jonglieren oft Pflege, Beruf, Kinder und Haushalt. Viele reduzieren ihre Arbeitszeit oder geben ihren Job auf, das Pflegegeld gleicht das nicht aus. Ihnen drohen Erschöpfung, Einsamkeit und Altersarmut. Pflegende Angehörige verdienen eine Freistellung mit Rückkehrrecht vom Beruf, Entgeltersatz und eine bessere Anrechnung von Pflegezeiten auf die Rente. Pflegekräfte leiden indes unter Überstunden, Schichtarbeit, minutiös getakteter Versorgung, Bürokratie und permanenter Verantwortung, körperlicher Belastung und der täglichen Konfrontation mit Schmerzen, Einsamkeit und Tod. Zeit für Nähe bleibt kaum. Sie verdienen tarifgebundene Löhne auf Westniveau, weniger Bürokratie, bessere technische Unterstützung, mehr Fort- und Weiterbildungsangebote, Möglichkeiten für akademische Ausbildung und mehr pflegerische Kompetenzen.
Pflege in Sachsen
Sachsen hat viele alte Menschen.
Die Zahl der Pflege-Bedürftigen ist groß.
Fast 350000 Menschen brauchen Pflege.
Die meisten werden zu Hause gepflegt.
Pflege betrifft nicht nur alte Menschen.
Pflege darf kein Geld-Problem sein
Pflege darf nicht vom Geld abhängen.
Menschen sollen nicht betteln müssen.
Die Links-Partei kämpft für gute Pflege.
Sie will, dass alle Menschen Pflege bekommen.
Geld-Situation im Osten
Im Osten haben viele Menschen wenig Geld im Alter.
Sie haben keine Betriebs-Rente oder Mieteinnahmen.
Die gesetzliche Rente ist oft das einzige Geld.
Hohe Kosten im Pflege-Heim
Pflege-Heime kosten viel Geld.
Menschen zahlen oft 3152 Euro im Monat.
Die Pflege-Versicherung zahlt zu wenig dazu.
Viele verlieren ihr Geld trotz Arbeit.
Pflege-Versicherung soll gerecht sein
Die Pflege-Versicherung soll alle gerecht bezahlen.
Auch Menschen mit viel Geld sollen zahlen.
Die Links-Partei will, dass Sachsen das fordert.
Probleme mit der Pflegereform
Die neue Pflegereform macht es schwerer.
Zuschüsse kommen später.
Die Regeln für Pflege-Grade werden strenger.
Entlastung für Pflege-Bedürftige und Angehörige
Pflege-Bedürftige und Angehörige brauchen Hilfe.
Angehörige pflegen oft und arbeiten dazu.
Sie brauchen mehr Zeit und Geld.
Bessere Bedingungen für Pflege-Kräfte
Pflege-Kräfte haben viel Arbeit und Stress.
Sie arbeiten oft zu viel und in Schichten.
Sie brauchen mehr Geld und weniger Büro-Kratie.
Sie brauchen gute Aus-Bildung und Unterstützung.
Eine Kasse für alle – dann klappt auch die Finanzierung
Die Kosten müssen runter: So sollten Medikamentenpreise stärker reguliert werden. Verwaltungskosten lassen sich einsparen, indem Krankenkassen zusammengelegt werden. Eine Kasse für alle! Gesundheit ist finanzierbar, wenn alle gerecht in die gesetzliche Krankenversicherung einzahlen – ob sie nun angestellt, selbstständig, verbeamtet, freiberuflich tätig oder Abgeordnete sind. Wer von Kapitalerträgen lebt, soll ebenfalls gerecht beitragen. Beiträge sollen auch für jeden Euro oberhalb der Bemessungsgrenze von derzeit 69.750 Euro brutto im Jahr anfallen. Wer viel mehr einnimmt, zahlt bisher trotzdem keinen Euro zusätzlich. So entrichtet die berufserfahrene Facharbeiterin genauso viel wie der viel besser entlohnte Unternehmensberater. Menschen mit hohem Einkommen können sich sogar aus der Solidargemeinschaft verabschieden und eine private Versicherung abschließen. Das ist ungerecht. Die privaten Krankenkassen wollen wir auf Zusatzleistungen beschränken, die medizinisch nicht begründet sind.
Davon wird niemand arm, aber alle profitieren von einer besseren Versorgung und die Richtigen werden entlastet. Die Beiträge oder Zuzahlungen zu erhöhen, schadet vor allem Menschen, die mit wenig Geld auskommen müssen. Auch eine schlechtere Versorgung ist ein zu hoher Preis. Wir kämpfen für beides: gute Versorgung, die zugleich bezahlbar ist!
Eine Kasse für alle
Die Kosten für Medikamente müssen sinken.
Die Preise sollen stärker kontrolliert werden.
Krankenkassen sollen zusammengelegt werden.
So sparen wir Verwaltungskosten.
Alle Menschen zahlen in eine Kasse ein.
Das gilt für Angestellte und Selbstständige.
Auch Beamte, Freiberufler und Abgeordnete zahlen mit.
Menschen mit Geld aus Kapital sollen auch zahlen.
Beiträge sollen für alle Einkommen gelten.
Auch für Geld über 69 750 Euro im Jahr.
Bisher zahlen Reiche nicht mehr.
Das ist ungerecht.
Facharbeiterin und Unternehmensberater zahlen gleich viel.
Das ist nicht fair.
Reiche können private Versicherung nehmen.
Das wollen wir ändern.
Private Krankenkassen sollen nur Zusatzleistungen geben.
Diese Leistungen sind nicht medizinisch nötig.
Gute Versorgung für alle
Niemand wird arm durch die Änderungen.
Alle bekommen bessere Versorgung.
Die Richtigen zahlen mehr.
Beiträge und Zuzahlungen nicht erhöhen.
Das schadet armen Menschen.
Schlechte Versorgung ist zu teuer.
Wir wollen gute und bezahlbare Versorgung.
Das ist unser Ziel.
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