Immer weniger vollwertige Postfilialen in Sachsen, aber mehr Beschwerden – Versorgungsqualität sichern!
In Sachsen gibt es immer weniger Universaldienstfilialen der Deutschen Post. Ihre Zahl sank von 757 im Jahr 2016 auf 685 im Jahr 2025. Andere ostdeutsche Länder weisen noch größere prozentuale Rückgänge auf. Indes wächst die Zahl der Paketstationen stark: 2018 gab es bundesweit 3.725 dieser Anlaufstellen, 2024 waren es 19.803.
Stark erhöht hat sich auch die Zahl der Beschwerden über verspätete Briefe, Postsendungen oder geschlossene Filialen. 2023 erreichten bundesweit 41.589 solcher Eingaben die Deutsche Post AG, 2025 waren es 55.395 Fälle – die Beschwerdezahl ist also um ein Viertel gewachsen. In Sachsen stieg sie von 871 auf 1.386.
Alle reden über Digitalisierung – und trotzdem muss Briefpost weiter zügig an den Bestimmungsort transportiert werden. Nicht zuletzt wegen des Online-Handels wird auch der Paketversand immer wichtiger. Das ist ein Attraktivitätsmerkmal für das Leben abseits der Großstädte.
Zwar kann die Bundesregierung darauf verweisen, dass die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Das passt allerdings nicht zur stark steigenden Beschwerdezahl. Wir müssen aufpassen, dass sämtliche Postdienstleistungen überall und für alle erreichbar sind. Wo klassische Filialen fehlen, geraten insbesondere ältere Menschen mitunter in Schwierigkeiten. Paketstationen und -shops ersetzen nicht alle Post-Dienstleistungen. Wir wollen, dass überall eine hochwertige und verlässliche Versorgung stattfindet. Dazu muss die Versorgungsqualität stetig überprüft werden!
Das Postgesetz regelt die Grundversorgung mit postalischen Leistungen sowie Qualitätsmerkmale für die Brief- und Paketbeförderung. Vorschriften gibt es unter anderem zur Frequenz der Zustellung, zur Zahl und Verteilung von Filialen, Automaten und Briefkästen sowie zu durchschnittlichen Brief- und Paketlaufzeiten. Demnach müssen im Jahresdurchschnitt mindestens 95 Prozent der Briefe und Pakete innerhalb von drei Werktagen ausgeliefert werden, 99 Prozent müssen nach vier Werktagen ankommen. Zeitungen und Zeitschriften, die täglich oder wöchentlich erscheinen, sollen am Erscheinungstag zugestellt werden. Damit eine Grundversorgung gewährleistet ist, müssen bundesweit mindestens 12.000 Postfilialen vorhanden sein.
Postfilialen in Sachsen
In Sachsen gibt es weniger Postfilialen.
2016 waren es 757 Filialen.
2025 sind es 685 Filialen.
Andere Bundesländer haben noch mehr Rückgang.
Mehr Paketstationen
Die Zahl der Paketstationen wächst stark.
2018 gab es 3.725 Stationen.
2024 sind es 19.803 Stationen.
Mehr Beschwerden
Die Zahl der Beschwerden steigt.
2023 gab es 41.589 Beschwerden.
2025 sind es 55.395 Beschwerden.
In Sachsen stiegen die Beschwerden von 871 auf 1.386.
Wichtigkeit der Post
Briefpost muss schnell ankommen.
Der Paketversand wird wichtiger.
Das ist wichtig für das Leben außerhalb der Städte.
Probleme bei der Versorgung
Gesetzliche Regeln werden eingehalten.
Die Beschwerden steigen trotzdem.
Postfilialen fehlen oft.
Ältere Menschen haben dadurch Probleme.
Paketstationen ersetzen nicht alle Postdienste.
Ziel für die Postversorgung
Die Postversorgung soll überall gut sein.
Die Qualität muss geprüft werden.
Regeln im Postgesetz
Das Postgesetz regelt die Postversorgung.
Es gibt Regeln für Zustellung und Filialen.
95 Prozent der Briefe und Pakete müssen in 3 Tagen ankommen.
99 Prozent müssen in 4 Tagen ankommen.
Zeitungen sollen am Erscheinungstag kommen.
Mindestens 12.000 Postfilialen müssen in Deutschland sein.
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