Steigende Pflege-Eigenanteile: So dürfen wir nicht mit unseren Älteren und deren Familien umgehen!

Laut einer aktuellen Auswertung des Verbandes der Ersatzkassen steigen die Eigenanteile, die im Pflegeheim untergebrachte Menschen entrichten müssen, weiter an. In den ersten zwölf Monaten ihres Aufenthalts müssen sie monatlich im Schnitt 3.152 Euro zahlen, weil die Zuschüsse der Pflegeversicherung zu gering sind. Erst im vierten Jahr sinkt der Eigenanteil auf etwas mehr als Hälfte des Ausgangswertes. In anderen Bundesländern sind die Kosten noch höher.

Wir müssen die Pflegekosten in den Griff kriegen - seit vielen Jahren dokumentieren und kritisieren wir ihr starkes Ansteigen. Die Bundesregierung muss dieses Problem lösen. Dafür sollte auch der Freistaat Sachsen Druck machen. Wir nehmen den Ministerpräsidenten beim Wort, der zu Recht eine Lösung bis zum Herbst fordert. Sonst kommt bald niemand mehr umhin, zum Sozialamt zu gehen, wenn stationäre Pflege nötig wird. Schon heute schützt selbst eine hohe Rente nach einem langen Arbeitsleben die meisten Betroffenen nicht mehr davor, im Alter zum Sozialfall zu werden und ihr Vermögen aufzuzehren. So dürfen wir nicht mit unseren Älteren und deren Familien umgehen. Von der Lebensleistung soll etwas übrigbleiben können!

Auch für die Kommunen, die für die Sozialleistung „Hilfe zur Pflege“ aufkommen, sind die Pflegekosten eine enorme Belastung. Die Bundesregierung schickt sich an, bald sogar Kinder mit geringeren Jahreseinkommen als 100.000 Euro für die Pflegekosten der Eltern heranzuziehen. Das wäre ungerecht.

Wir wollen die Pflegeversicherung stattdessen gerecht zur solidarischen Vollversicherung umbauen: Alle, die ein Einkommen erzielen, sollen einzahlen. Auch Jahreseinkommen über 69.750 Euro brutto müssen herangezogen werden. Bisher gibt es jeden Euro oberhalb dieser Grenze beitragsfrei.

Pflegekosten steigen

Die Kosten für Pflege im Heim steigen weiter.
Menschen zahlen im ersten Jahr 3.152 Euro im Monat.
Die Pflegeversicherung zahlt zu wenig dazu.
Nach 4 Jahren sinken die Kosten auf die Hälfte.
In manchen Bundesländern sind die Kosten höher.

Problem für ältere Menschen

Viele ältere Menschen und ihre Familien leiden darunter.
Hohe Kosten machen sie arm.
Auch hohe Renten schützen nicht mehr.
Sie müssen oft zum Sozialamt gehen.
Das ist nicht richtig.

Forderung an die Regierung

Die Regierung muss die Pflegekosten senken.
Der Ministerpräsident von Sachsen will eine Lösung bis Herbst.
Wir erwarten, dass er sein Wort hält.
Die Pflegekosten müssen bezahlbar sein.
Die Lebensleistung der Älteren soll geschützt werden.

Belastung für Kommunen

Die Kommunen zahlen viel Geld für Pflegehilfe.
Die Regierung will bald Kinder für Pflegekosten zahlen lassen.
Das ist ungerecht.
Kinder mit Einkommen unter 100.000 Euro sollen zahlen.
Das darf nicht sein.

Vorschlag für neue Pflegeversicherung

Alle Menschen mit Einkommen sollen zahlen.
Auch Menschen mit hohem Einkommen sollen zahlen.
Bisher zahlen sie nur bis 69.750 Euro.
Das ist unfair.
Die Pflegeversicherung soll gerecht sein.

Diesen Beitrag teilen!

Zurück

Du hast Fragen
oder möchtest einfach reden?

Fraktion Die Linke
im Sächsischen Landtag

Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Telefon 0351 4935800
E-Mail

Zum Kontaktformular

Oder schreibe uns auf unseren Social-Kanälen:

Schließen

KONTAKT

Fraktion Die Linke
im Sächsischen Landtag

Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Telefon 0351 4935800
E-Mail

Hier geht es zum Kontakt