Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag

Umweltschutz

Es gibt viel zu tun: das Insektensterben bekämpfen, die Gewässergüte verbessern, den Waldbestand vergrößern, die Flächenversiegelung verringern, gefährdete Tierarten schützen, eine echte Kreislaufwirtschaft für Abfälle einführen, die Umweltverwaltung aufrüsten … Doch der CDU-Umweltminister, Profiteur eines konventionellen Landwirtschaftsbetriebs, scheint den Umweltschutz eher als lästig denn als wichtig zu empfinden.

Dabei sind über zwei Drittel der europarechtlich geschützten Arten in Sachsen in einem ungünstigen oder schlechten Erhaltungszustand. Zudem sind knapp 70 Prozent der Lebensräume in einem schlechten bis unzureichenden Erhaltungszustand. Wir wollen den Anteil der sächsischen Wildnisfläche erhöhen und die Umweltverwaltung stärken. Mitwirkungs- und Informationsrechte der Umweltverbände und der Öffentlichkeit wollen wir stärken. Die Ziele von Nationalparks und Naturschutzgebieten müssen erreicht werden. Die Stadtnatur wollen wir erhalten und ausbauen, Blühstreifen in Städten und Dörfern einrichten und Außengelände öffentlicher Einrichtungen sowie Schul- und Kitagelände naturnah gestalten.

Wald ist nicht nur dazu da, Holz zu liefern. Er ist Lebensraum für zahlreiche Arten, speichert Wasser, trägt zum Klimaschutz bei und dient nicht zuletzt der Erholung. Artensterben, Schädlingsbefall, Dürre- und Waldbrandgefahr zwingen zum schnellen ökologischen Umbau zu naturnahen, artenreichen Mischwäldern. Waldrodungen zur Errichtung von Freiflächen-Photovoltaikanlagen oder Windrädern lehnen wir ab. Staatswald soll wieder nach dem Forest Stewardship Council (FSC)-Standard zertifiziert werden: Diese Waldflächen werden auf nachhaltige Weise bewirtschaftet – entlang ökologischer Vorgaben wie einem erhöhten Biotopbaum-/Totholzanteil, nutzungsfreien Naturwaldentwicklungsflächen, Bodenschonung durch weniger Befahrung oder den Verzicht auf Biozide.

Die Landwirtschaft muss helfen, die Gewässerverschmutzung zu verringern, die sie durch hohe Stickstoffeinträge verursacht. Sachsen sollte zudem die Verursacher von Umweltschäden heranziehen. Auch Braunkohleunternehmen sollen die Feldes- und Förderabgabe zahlen. Und auch Hochwasserschutz ist Naturschutz: Freistaat und Gemeinden sollen ihn von der Quelle bis zur Mündung gemeinsam planen und technische mit naturnahen Maßnahmen vereinen. Zum Beispiel sollen wieder mehr Überflutungsflächen entstehen.

Es gibt viele Aufgaben für den Umweltschutz.
Wir müssen Insekten schützen.
Wir müssen das Wasser sauber machen.
Wir müssen mehr Wald pflanzen.
Wir müssen weniger Flächen mit Beton bedecken.

Viele Tierarten sind in Sachsen bedroht.
Viele Lebensräume sind schlecht.
Wir wollen mehr Wildnis in Sachsen.
Wir wollen die Umweltverwaltung stärken.
Wir wollen, dass Umweltverbände mehr mitreden.

Nationalparks und Naturschutzgebiete sollen ihre Ziele erreichen.
Wir wollen die Natur in Städten schützen.
Wir wollen Blühstreifen in Städten und Dörfern anlegen.
Wir wollen Schul- und Kitagelände naturnah gestalten.

Wald und Natur

Wald ist wichtig für viele Tiere.
Wald speichert Wasser.
Wald hilft dem Klima.
Wald ist gut für die Erholung.

Der Wald muss sich verändern.
Wir brauchen Mischwälder mit vielen Arten.
Wir lehnen Waldrodungen für Solar- und Windanlagen ab.
Der Staatswald soll nachhaltig bewirtschaftet werden.
Das heißt: mehr tote Bäume und weniger Gift.

Landwirtschaft und Wasser

Die Landwirtschaft verschmutzt das Wasser.
Sie muss helfen, das Wasser sauber zu machen.
Sachsen soll Umweltschäden bestrafen.
Braunkohlefirmen sollen Abgaben zahlen.

Hochwasserschutz ist auch Naturschutz.
Freistaat und Gemeinden sollen zusammen planen.
Sie sollen technische und naturnahe Maßnahmen verbinden.
Zum Beispiel sollen mehr Flächen bei Hochwasser überflutet werden.

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Stefan Hartmann

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