Hitzeschutz ist Gesundheitsschutz - Sachsen verdient einen landesweiten Hitzeaktionsplan!

Mit 41,7 Grad wurde am 28. Juni 2026 in Deutschland am dritten Tag in Folge ein Temperaturrekord gemessen. Die Linksfraktion beantragt, dass die Staatsregierung einen landesweiten Hitzeaktionsplan entwickelt. Warnungen sollen gebündelt und zielgruppenspezifisch über Verhaltenstipps, Anlaufstellen, Kühl-Orte und Notfallkontakte informiert werden. Der Freistaat soll seine Kommunen dabei unterstützen, Hitzeaktionspläne umzusetzen. Trinkwasserbrunnen, Verschattung, Entsiegelung, Stadtbegrünung, Sprühnebelanlagen und kühle öffentlich zugängliche Aufenthaltsräume sollen gefördert werden. Für Krankenhäuser, Pflegeheime, Kitas und Schulen sollen Mindeststandards gelten, etwa zu Grünflächen und zur Biodiversität.

Die Temperatur ist für alle gleich - und doch hängt es stark von den Lebensumständen ab, wie gut wir eine Hitzewelle bewältigen können. „Kein Entrinnen vor der Hitze“ - damit finden wir uns nicht ab. Alle Menschen sollen sich schützen können, so wie im Winter alle Anspruch darauf haben, nicht unter Kälte leiden zu müssen.

Weil sich unser Planet aufheizt, wird Extremwetter häufiger. Lange und intensive Hitzewellen sind diesbezüglich das größte Gesundheitsrisiko in Deutschland. Sie treffen vor allem Kinder, Ältere, Pflegebedürftige, chronisch Kranke, Wohnungslose und Menschen mit Behinderungen. Auch Menschen, die schweren körperlichen Tätigkeiten im Freien nachgehen oder in einer Gemeinschaftsunterkunft leben, sind besonders gefährdet. Insbesondere steigt ihr Risiko, Herzrhythmusstörungen, Kreislaufversagen und Atemnot zu erleiden. Laut Schätzungen des Robert-Koch-Instituts gab es bis zur Jahresmitte 230 hitzebedingte Todesfälle in Sachsen. Letzten Sommer starben deutschlandweit 6.300 Menschen an den Folgen extremer Hitze.

Es ist höchste Zeit, dass unser Land sich gegen Hitze wappnet. Derzeit haben nur fünf Kommunen einen Hitzeaktionsplan, andere arbeiten daran oder setzen Einzelmaßnahmen beziehungsweise Klimaanpassungskonzepte um. Das aber muss landesweit erfasst und koordiniert werden. Eine Voraussetzung für Hitzeschutz, Gesundheit, Biodiversität und Umweltgerechtigkeit ist Stadtgrün. Stadtbäume können die Temperatur auf Fußgängerflächen je nach Standort um bis zu 12° C senken. Dennoch wird weiter versiegelt, vor allem in dicht bebauten, städtischen Quartieren, die sich schon jetzt stärker aufheizen. Dort leben vor allem Menschen mit geringerem Einkommen, die sowieso schon schlechtere Chancen haben, sich zu schützen. Hitzeschutz ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit!

Hitze ist eine Gefahr

Am 28. Juni 2026 war es in Deutschland 41,7 Grad heiß.
Das ist ein neuer Rekord.
Hitze kann die Gesundheit schaden.

Hitzeaktionsplan für Sachsen

Die Linksfraktion will einen Hitzeaktionsplan für ganz Sachsen.
Die Regierung soll Warnungen und Tipps geben.
Die Tipps sollen für verschiedene Menschen passen.
Es soll Orte zum Abkühlen geben.
Die Städte sollen bei Hitzeplänen geholfen werden.

Trinkwasserbrunnen und Schattenplätze sollen gebaut werden.
Grüne Pflanzen und kühle Räume sollen gefördert werden.
Krankenhäuser, Pflegeheime, Kitas und Schulen brauchen Regeln für mehr Grün.

Hitze trifft Menschen unterschiedlich

Alle spüren die Hitze, aber nicht alle können sich gut schützen.
Kinder, alte und kranke Menschen sind besonders gefährdet.
Auch Wohnungslose und Menschen mit Behinderungen leiden mehr unter Hitze.
Menschen, die draußen arbeiten oder in Gemeinschaft wohnen, sind auch gefährdet.

Hitze kann Herz- und Kreislaufprobleme machen.
Bis Mitte 2026 starben 230 Menschen in Sachsen wegen Hitze.
Im letzten Sommer starben 6.300 Menschen in Deutschland an Hitze.

Mehr Schutz gegen Hitze nötig

Nur fünf Städte in Sachsen haben einen Hitzeaktionsplan.
Andere Städte arbeiten daran oder machen einzelne Maßnahmen.
Der Schutz vor Hitze muss für ganz Sachsen gelten und gut geplant sein.

Grüne Stadtflächen sind wichtig gegen Hitze.
Bäume können die Temperatur um bis zu 12 Grad senken.
Viele Stadtteile werden aber weiter mit Beton bedeckt.
Dort leben oft Menschen mit wenig Geld.
Sie haben es schwerer, sich vor Hitze zu schützen.

Hitze-Schutz ist auch soziale Gerechtigkeit.
Alle Menschen sollen sich vor Hitze schützen können.

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