Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag

Armut

Der Kapitalismus schafft extremen Reichtum und verbreitete Armut. Das spüren wir auch in Sachsen: Ein Großteil der Gesellschaft lebt unter dem Existenzminimum. Auch hier sterben arme Frauen und Männer früher als wohlhabende, werden Tausende in die Steinzeit versetzt, weil sie ihren Strom nicht bezahlen können. Hartz IV – unter welchem Namen auch immer es heute gilt – hat alles verschlimmert, Löhne gedrückt, Arbeitende erpressbar gemacht – die Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz verfolgt diesen Irrweg weiter.

Der Staat kann die Folgen des Kapitalismus nur abmildern, etwa durch eine gerechte Steuerpolitik. Dafür sollte die Landesregierung eintreten. Es ist ein Skandal, dass die alleinerziehende Mutter für Windeln 19 Prozent Mehrwertsteuer zahlen muss, während millionenschwere Aktienpakete steuerfrei den Besitzer wechseln. Kleine und mittlere Einkommen müssen entlastet, hohe Einkommen stärker herangezogen werden – auch große Vermögen, die oft leistungslos durch Erbschaft entstehen. Im Gegenzug wollen wir eine Mindestsicherung durch Sozialleistungen erreichen, die der Lebensrealität steigender Preise entspricht.

Der Kapitalismus schafft viel Reichtum.
Er schafft auch viel Armut.
Viele Menschen in Sachsen leben arm.
Sie haben zu wenig Geld zum Leben.
Arme Menschen sterben früher als reiche Menschen.

Viele Menschen können ihren Strom nicht bezahlen.
Sie leben dann ohne Strom.
Hartz IV macht die Lage schlimmer.
Die Löhne sind niedrig.
Viele Menschen haben Angst, ihre Arbeit zu verlieren.

Die Regierung unter Kanzler Friedrich Merz macht so weiter.
Der Staat kann die Folgen vom Kapitalismus mildern.
Er kann das mit einer gerechten Steuerpolitik machen.
Die Landesregierung soll dafür sorgen.

Es ist schlecht, dass alleinerziehende Mütter 19 Prozent Steuer für Windeln zahlen.
Millionäre zahlen oft keine Steuer für Aktien.
Kleine und mittlere Einkommen sollen weniger Steuern zahlen.
Hohe Einkommen sollen mehr Steuern zahlen.
Große Vermögen sollen auch mehr Steuern zahlen.

Viele große Vermögen kommen durch Erbschaft.
Das ist Geld ohne Arbeit.
Wir wollen eine Mindestsicherung durch Sozialleistungen.
Die Mindestsicherung soll die steigenden Preise berücksichtigen.

Diesen Beitrag teilen!

Zurück

Fraktion Die Linke im sächsischen Landtag

Aktuelle Beiträge zum Thema: Armut

Susanne Schaper: Jedes Kind hat das Recht auf eine sichere Geburt nahe seinem Zuhause -fraktionsübergreifender Antrag zur Geburtshilfe

Die Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und Linken setzen zur nächsten Plenarsitzung ihren Antrag „Sichere Geburt in Sachsen gewährleisten - Geburtshilfe im ländlichen Raum sichern - gemeinsam Strategien entwickeln“ (Drucksache 8/8745) auf die ...

Weiterlesen

Noch mehr Pflegebedürftige brauchen das Sozialamt - mit mehr Solidarität ist Menschenwürde für alle drin

Im Jahr 2025 erhielten 25.255 Menschen in Sachsen die Sozialleistung „Hilfe zur Pflege“. Damit ist die Zahl der Menschen, die ihre Pflegekosten nicht aus eigener Kraft bezahlen können, erneut kräftig gewachsen (Zahlen zum Download). Es darf ...

Weiterlesen

Susanne Schaper: Noch mehr Pflegebedürftige brauchen das Sozialamt - mit mehr Solidarität ist Menschenwürde für alle drin

Im Jahr 2025 erhielten 25.255 Menschen in Sachsen die Sozialleistung „Hilfe zur Pflege“. Damit ist die Zahl der Menschen, die ihre Pflegekosten nicht aus eigener Kraft bezahlen können, erneut kräftig gewachsen. Das zeigt die neuste Anfrage der ...

Weiterlesen

Die Staatsregierung muss die Haushalte schützen - Mietpreisbremse und Kappungsgrenze verlängern!

Die Staatsregierung soll die Mietpreisbremse bis Ende 2029 und die abgesenkte Kappungsgrenze für Dresden und Leipzig bis Mitte 2030 verlängern. Das fordert die Linksfraktion mit einem neuen Antrag. Beide Instrumente laufen andernfalls zum 30. ...

Weiterlesen

Juliane Nagel: Die Staatsregierung muss die Haushalte schützen - Mietpreisbremse und Kappungsgrenze verlängern!

Die Staatsregierung soll die Mietpreisbremse bis Ende 2029 und die abgesenkte Kappungsgrenze für Dresden und Leipzig bis Mitte 2030 verlängern. Das fordert die Linksfraktion mit einem neuen Antrag (Drucksache 8/8747). Beide Instrumente laufen ...

Weiterlesen

Überschuldete Menschen müssen für Beratung zahlen - Kreditwirtschaft an den Kosten beteiligen!

Bundestag und Bundesrat haben das Schuldnerberatungsdienstegesetz beschlossen, nachdem im Vermittlungsausschuss eine Einigung erzielt wurde. Im Eiltempo wurde ein Gesetz durchgedrückt, das überschuldeten Menschen helfen sollte. Dieses Ziel wird ...

Weiterlesen

Susanne Schaper: Überschuldete Menschen müssen für Beratung zahlen - Kreditwirtschaft an den Kosten beteiligen!

Bundestag und Bundesrat haben das Schuldnerberatungsdienstegesetz beschlossen, nachdem im Vermittlungsausschuss eine Einigung erzielt wurde. Diese schade den Betroffenen, kritisiert die Vorsitzende und sozialpolitische Sprecherin der ...

Weiterlesen

Ost-West-Gefälle bei Erbschaften zeigt die Spaltung unseres Landes – Schlupflöcher schließen und Lohnniveau erhöhen!

Das Statistische Bundesamt hat neue Zahlen zu Erbschaften und Schenkungen vorgelegt, die über den Freibeträgen lagen und damit steuerpflichtig sind. 2025 fanden 95 Prozent dieser Vermögensübertragungen in Westdeutschland statt, wo etwa 143 ...

Weiterlesen

Susanne Schaper: Ost-West-Gefälle bei Erbschaften zeigt die Spaltung unseres Landes – Schlupflöcher schließen und Lohnniveau erhöhen!

Das Statistische Bundesamt hat neue Zahlen zu Erbschaften und Schenkungen vorgelegt, die über den Freibeträgen lagen und damit steuerpflichtig sind. 2025 fanden 95 Prozent dieser Vermögensübertragungen in Westdeutschland statt, wo etwa 143 ...

Weiterlesen

Susanne Schaper

Fraktionsvorsitzende
Sprecherin für Soziales, Gesundheit, Inklusion/­Menschen mit Behinderungen, Tierschutz, Pflege, Tourismus

Susanne.Schaper@slt.sachsen.de

Schließen

KONTAKT

Fraktion Die Linke
im Sächsischen Landtag

Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Telefon 0351 4935800
E-Mail

Hier geht es zum Kontakt