Mehr Haushalte auf Wohngeld angewiesen – Sachsen muss geplanten Kürzungen entgegentreten

In Sachsen sind 97.515 Haushalte auf das Wohngeld angewiesen. Ende 2025 gab es 96.425 reine Wohngeldhaushalte und 1.090 wohngeldrechtliche Teilhaushalte. In vielen Kommunen müssen Betroffenen lange auf die Bearbeitung ihrer Anträge warten, fast 40.000 Ersuchen waren Ende Juni in Bearbeitung. In Freiberg, Görlitz und Leipzig müssen die Betroffenen etwa sechs Monate lang auf einen Bescheid warten. Würde die Bundesregierung ihre Kürzungspläne umsetzen, würde etwa ein Drittel der bisher Wohngeldberechtigten ihren Anspruch verlieren.

Die Kürzungspläne der Bundesregierung müssen verhindert werden. Dazu ist auch die Stimme Sachsens notwendig. Wir fordern die Staatsregierung auf, sich entschieden dagegen auszusprechen, dass der Kreis der Berechtigten enger und das Leistungsniveau geringer wird. Viele Menschen können die Kosten fürs Wohnen nicht aus eigener Kraft stemmen. Besonders Alleinerziehende, Familien mit Kindern, Rentnerinnen und Rentner sowie junge Menschen in Ausbildung müssen immer größere Teile des Einkommens für die Miete samt Nebenkosten aufwenden. Die Kürzungen würden sie massiv treffen.

Als Linksfraktion machen wir Druck für mehr bezahlbaren Wohnraum und dafür, dass die Mieten und Nebenkosten nicht immer weiter erhöht werden. Solange die Regierenden in Bund und Land aber so zögerlich vorangehen, müssen die Miethaushalte direkt unterstützt werden. Sachsen ist ein Mieterland, die Einkommen steigen längst nicht so schnell wie die Mieten. Deshalb war es richtig, den Kreis der Wohngeldberechtigten auszuweiten. Wird das jetzt abgewickelt, treibt das viele Betroffene noch tiefer in die Not.

Bund und Land tragen die Wohngeldkosten jeweils zur Hälfte. Im Haushalt für 2026 und im Etat-Entwurf für 2027/28 stellt der Freistaat das nötige Geld für den Kreis der aktuell Wohngeldberechtigten ein. Das sollte so bleiben. Die Kommunen müssen das Personal in den Wohngeldstellen jedoch selbst bezahlen. Würden Land und Bund sie dabei stärker unterstützen, dann hätten die Kommunen mehr Spielraum haben und könnten die Anträge schneller bearbeiten. Das ist dringend erforderlich.

Wohngeld in Sachsen

In Sachsen brauchen 97.515 Haushalte Wohngeld.
Ende 2025 gab es 96.425 reine Wohngeldhaushalte.
1.090 Haushalte bekommen nur einen Teil vom Wohngeld.
Viele Menschen warten lange auf ihren Antrag.
Fast 40.000 Anträge sind noch offen.

In Freiberg, Görlitz und Leipzig warten Menschen 6 Monate auf den Bescheid.
Die Bundesregierung will das Wohngeld kürzen.
Dann verlieren viele Menschen ihren Anspruch.
Das trifft besonders Familien, Rentner und junge Menschen.

Kürzungen verhindern

Die Kürzungen müssen gestoppt werden.
Sachsen soll sich dagegen aussprechen.
Viele Menschen können die Miete nicht allein bezahlen.
Alleinerziehende, Familien und Rentner leiden besonders.

Die Linkspartei will mehr bezahlbaren Wohnraum.
Sie will, dass Mieten und Nebenkosten nicht steigen.
Solange die Politik nichts tut, brauchen Menschen mehr Hilfe.
Die Einkommen steigen nicht so schnell wie die Mieten.

Es war gut, mehr Menschen Wohngeld zu geben.
Wenn das zurückgenommen wird, leiden viele Menschen mehr.

Finanzierung und Personal

Bund und Land zahlen das Wohngeld je zur Hälfte.
Sachsen plant genug Geld für 2026 bis 2028 ein.
Die Kommunen zahlen das Personal für die Wohngeldstellen selbst.

Wenn Land und Bund die Kommunen mehr unterstützen,
können Anträge schneller bearbeitet werden.
Das ist sehr wichtig.

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