Fraktion Die Linke im Sächsischen Landtag

Arbeit

Auch in Sachsen arbeiten viele Beschäftigte für einen Niedriglohn, in Teilzeit, mit Befristung, auf Abruf oder werden „ausgeliehen“. Massenhaft Unternehmen mussten wegen des gesetzlichen Mindestlohns Löhne und Gehälter anheben – die Untergrenze muss dicht sein und regelmäßig erhöht werden, denn sie schützt noch nicht vor Altersarmut. Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern ist in Sachsen seit Jahren unverändert. Helfen kann nur politisches Handeln durch die Staatsregierung, z. B. indem Berufe in den Bereichen Erziehung, Pflege, Bildung und Einzelhandel finanziell aufgewertet werden. Öffentliche Aufträge und Fördermittel sollen nur an Unternehmen gehen, die ihre Beschäftigten gut bezahlen und die Umwelt nicht schädigen.

Im Freistaat gibt es weiterhin viele langzeitarbeitslose Menschen. Es ist besser, Arbeit zu finanzieren als Arbeitslosigkeit! Deshalb schlagen wir etwa wir einen öffentlichen, gemeinnützigen Beschäftigungs¬sektor vor, der langfristig Perspektiven bietet. Wir wollen zudem die Vermittlungsleistung der Arbeitsagentur stärken.

Im Zeitalter von Digitalisierung, KI und Automatisierung soll auch Arbeitszeitverkürzung ein Thema bleiben. Zwischen Arbeit und Freizeit müssen klare Grenzen bestehen.

Viele Menschen in Sachsen arbeiten für wenig Geld.
Sie arbeiten oft in Teilzeit oder befristet.
Manche arbeiten nur, wenn sie gebraucht werden.
Andere werden an andere Firmen ausgeliehen.

Viele Firmen mussten wegen des Mindestlohns mehr Geld zahlen.
Der Mindestlohn schützt aber nicht vor Altersarmut.
Der Mindestlohn muss regelmäßig steigen.

Frauen verdienen in Sachsen weniger als Männer.
Das hat sich in den letzten Jahren nicht geändert.
Die Politik muss hier helfen.

Berufe in Erziehung, Pflege, Bildung und Handel sollen mehr Geld bekommen.
Die Regierung soll das Geld dafür geben.

Firmen sollen nur Geld vom Staat bekommen, wenn sie ihre Mitarbeiter gut bezahlen.
Sie sollen auch die Umwelt schützen.

Viele Menschen in Sachsen sind lange arbeitslos.
Es ist besser, Arbeit zu schaffen als Arbeitslosigkeit zu haben.

Wir wollen einen öffentlichen Arbeitsbereich schaffen.
Dort gibt es langfristige Arbeit für viele Menschen.

Die Arbeitsagentur soll besser helfen, Arbeit zu finden.

Durch Digitalisierung, Künstliche Intelligenz und Maschinen ändert sich die Arbeit.
Die Arbeitszeit soll kürzer werden.

Arbeit und Freizeit sollen klar getrennt sein.

 

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Nam Duy Nguyen

Sprecher für Gewerkschafts- und Arbeitspolitik, Sport, Asyl- und Migrationspolitik, ostdeutsche Belange

NamDuy.Nguyen@slt.sachsen.de

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