Schulver­weigerung bekämpfen - nicht in allen Fällen können Bußgelder die Ursachen beheben

Die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten haben sich bei ihrer gestrigen Konferenz mit dem Thema Schulverweigerung befasst. Dort wurde auch über höhere Bußgelder diskutiert.

Es ist kein Zufall, dass die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten sich jetzt das Thema Schulverweigerung aufrufen. Dies hat wohl mit dem aktuellen Protest von Schülerinnen und Schülern gegen eine Wiederbelebung der Wehrpflicht zu tun. Ein solcher Fokus ist falsch. Junge Menschen müssen sich demokratisch einmischen dürfen, vor allem dann, wenn es um ihre existenziellen Interessen geht!

Das Problem Schulverweigerung erfordert einen differenzierten Umgang, denn die Gründe sind vielfältig. Nicht in allen Fällen sind Bußgelder angemessen. So dürfen Familien nicht dafür bestraft werden, dass ihr Nachwuchs im Rahmen demokratischen Protests sein Grundrecht auf Versammlungsfreiheit wahrnimmt. Am besten wäre es, das im Unterricht zu reflektieren.

Es gibt darüber hinaus Fälle, in denen Bußgelder nicht helfen, weil sie an den Ursachen des Schulabsentismus vorbeigehen. So können gesundheitliche Probleme dazu führen, dass junge Menschen der Schule fernbleiben. Seit der Corona-Pandemie hat sich die mentale Gesundheit der Schülerinnen und Schüler nicht nur in Sachsen verschlechtert. Der Landesschülerinnenrat und die Bundesschülerkonferenz machen darauf aufmerksam und sprechen von einer Krise der psychischen Gesundheit. Da hilft keine Strafzahlung, sondern ein breites Angebot an Anlaufstellen. In Sachsen fehlen allerdings viele Fachkräfte im Bereich Kinder- und Jugendpsychiatrie, und bei weitem nicht alle Schulen können psychologisches Personal oder Sozialarbeit anbieten. Das muss geändert werden.

Allerdings gibt es Fälle, in denen drastische Bußgelder angemessen sind - und zwar immer dann, wenn Eltern ihren Kindern den Zugang zur Schule verwehren, weil sie demokratiefeindlichen Einstellungen oder Verschwörungserzählungen anhängen. Dann werden illegale Schulen oder andere vorgebliche Ersatzformen gegründet. Das ist Kindeswohlgefährdung, die wir nicht dulden wollen. Eltern verbauen Kindern den Lebensweg, wenn sie ihnen die Schulbildung vorenthalten.

Schulverweigerung und Bußgelder

Die Ministerpräsidenten sprechen über Schulverweigerung.
Sie denken über höhere Bußgelder nach.

Grund für das Thema

Viele Schüler protestieren gegen die Wehrpflicht.
Sie wollen mitreden dürfen.
Das ist ihr Recht.

Gründe für Schulverweigerung

Schulverweigerung hat viele Gründe.
Bußgelder helfen nicht immer.
Manche Schüler fehlen wegen Krankheit.
Andere protestieren demokratisch.

Demokratischer Protest

Schüler dürfen protestieren.
Familien sollen nicht bestraft werden.
Lehrer sollen darüber im Unterricht sprechen.

Gesundheitliche Probleme

Viele Schüler haben psychische Probleme.
Das ist seit Corona schlimmer geworden.
Bußgelder helfen hier nicht.
Schüler brauchen Hilfe und Beratung.

Fehlende Fachkräfte

In Sachsen fehlen Fachkräfte für Kinder und Jugendliche.
Nicht alle Schulen haben Psychologen oder Sozialarbeiter.
Das muss sich ändern.

Bußgelder bei Schulverweigerung

Bußgelder sind richtig, wenn Eltern ihre Kinder nicht zur Schule schicken.
Manche Eltern glauben falsche Dinge.
Sie gründen illegale Schulen.
Das ist schlecht für die Kinder.

Kinder brauchen Schulbildung.
Eltern dürfen ihnen die Bildung nicht verwehren.
Das schützt das Kindeswohl.

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