Zukunft Lausitz nicht Kohle-Lobbyisten von gestern überlassen
Mit Blick auf das „Lausitz-Forum“ am Donnerstag in Weißwasser erklärt Kathrin Kagelmann, Lausitzer Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, die an der Veranstaltung teilnehmen wird:
Die „Graswurzel-Organisationen“, die den Strukturwandel von unten voranbringen und seit vielen Jahren schon vor den staatlichen Institutionen dafür Ideen gesammelt haben, werden immer mehr an den Rand gedrängt. So erlebte ich gestern die Auftaktveranstaltung der sogenannte „Zukunftswerkstatt Lausitz“ auf Einladung des Landkreises Görlitz mit einer Ansammlung grauer Männer, die in all diesen Jahren jeglichen ernstzunehmenden Strukturwandel abgelehnt und einseitig auf überkommene Industrien wie Braunkohle gesetzt haben. Sie machen sich nun aufgrund ihrer politischen Drähte im Establishment Hoffnung auf lukrative Zugänge zu Projektgeldern auf Steuerzahlerkosten.
Ich erwarte und fordere, dass im Prozess der Leitbild-Entwicklung auch zivilgesellschaftliche Akteurinnen und Akteure an der Basis vor Ort, die zum Beispiel im Kultur- und Bildungsbereich kreative Anstöße gegeben haben, unbürokratischen Zugang zu Projektmitteln erhalten. Ansonsten werden diese zum Selbstbedienungsladen für Kohle-Lobbyisten, die nun „Kohle“ mit irgendwas anderem machen wollen, ohne einen eigenen weiterführenden Gedanken zu haben. Es reicht nämlich nicht, jetzt nur zu versuchen, Infrastruktur durchzusetzen, für die man bisher kein Geld bekommen hat. Das wäre dann nur „Alter Wein in neuen Schläuchen“. Wir brauchen viele Kraftzentren der Innovation überall in der Lausitz – und deshalb fordere ich auch die Spitze des Landkreises Bautzen auf, aus der Schmollecke herauszukommen und sich an der „Wirtschaftsregion Lausitz GmbH“ zu beteiligen, die Träger der „Zukunftswerkstatt Lausitz“ ist.
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