Weiteres großes Loch in Personaldecke an Sachsens Schulen
Zu den Einstellungen von Lehrerinnen und Lehrern zum Beginn des Schulhalbjahres erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Cornelia Falken:
Die Kultusministerin kann mit ihrer Einstellungspolitik noch nicht einmal den Bedarf an Lehrkräften kompensieren, die vorzeitig aus dem Schuldienst ausscheiden. Das belegen die aktuellen Zahlen aus dem Kultusministerium von Anfang September. Demnach sind im Schuljahr 2016/ 2017 über alle Schularten hinweg insgesamt 957 Lehrkräfte durch Auflösungsvertrag und 488 Lehrkräfte durch Kündigung oder andere Gründe vorzeitig aus dem Schuldienst ausgeschieden. Und dabei sind diejenigen Lehrkräfte, die in Rente gegangen sind, noch gar nicht eingerechnet.
Auf die Schularten gliedern sich die Zahlen der vorzeitig aus dem Schuldienst ausgeschiedenen Lehrkräfte wie folgt auf:
Auflösungsvertrag Kündigung u. andere Gründe gesamt
Grundschule 253 98 351
Oberschule 310 179 489
Gymnasium 197 100 297
Berufliche
Schulzentren 88 75 163
Förderschulen 109 36 145
Vergrößert wird das Loch in der Personaldecke, das durch die Nichtkompensation der vorzeitig ausgeschiedenen Lehrkräfte entstanden ist, durch die steigende Schülerzahl. Laut Angaben der Kultusministerin starteten in das Schuljahr 2017/ 2018 rund 5.000 Schülerinnen und Schüler mehr als im vergangenen Schuljahr. Für diese Schülerinnen und Schüler braucht man bei etwa 200 Schulklassen noch einmal 200 zusätzliche Lehrkräfte.
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