Unterrichtsausfall: Förder- und Oberschulen besonders betroffen
Zu den Antworten des Kultusministers auf ihre Kleine Anfrage „Unterrichtsausfall im November 2017“ (Parlaments-Drucksache 6/11547) erklärt Cornelia Falken, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:
Von den 13 Schulen in sieben Kreisen mit sage und schreibe mehr als 20 Prozent Unterrichtsausfall sind acht Förderschulen. Die am meisten förderbedürftigen Schülerinnen und Schüler werden also innerhalb des Schulsystems von der CDU-Bildungspolitik am meisten im Stich gelassen. Das zeigt sich auch beim Unterrichtsausfall insgesamt. Doch auch die Oberschulen sind von Unterrichtsausfall über 5 Prozent weit überdurchschnittlich stark betroffen – hier soll aber nach Auffassung der CDU die Bildung der Praxiselite stattfinden. Ich erwarte vom neuen Kultusminister Piwarz eine klare Ansage, wie es weitergehen soll.
Unsere Antwort als LINKE bleibt diese: Statt nach Schularten sollten Lehrkräfte nach Schulstufen ausgebildet werden. So wäre der schulartenübergreifende Einsatz viel unkomplizierter zu organisieren als bisher. Dass im Bereich der berufsbildenden Schulen die ausgefallen Unterrichtsfächer nicht erfasst werden, ist nicht nur ein Schönheitsfehler – sondern eine Missachtung der Bedeutung dieser Schulen und ihrer Schüler- und Lehrerschaft. Hier erwarten wir eine realitätsgetreue Abbildung der Wirklichkeit in der Statistik.
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