Susanne Schaper zu möglicher VW-China-Kooperation: Es muss echte Hoffnung her, und zwar schnell!
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter (SPD) hat sich dafür ausgesprochen, gefährdete VW-Werke - darunter das in Zwickau - mittels einer Kooperation mit chinesischen Herstellern abzusichern. Diese sollen in Form eines Joint Ventures hiesige Produktionskapazitäten nutzen. Bereits vor einigen Tagen wurden Gerüchte öffentlich, wonach es Gespräche mit dem chinesischen Hersteller BYD zur Gläsernen Manufaktur geben soll. VW weist dies bislang zurück. Dazu erklärt die Vorsitzende der Linksfraktion, Susanne Schaper:
„Das Volkswagen-Management und die Staatsregierung müssen für Transparenz sorgen, was an solchen Überlegungen dran ist. Es wäre unanständig, die Belegschaft und die vielen anderen Betroffenen, darunter die Zulieferindustrie, weiter zu verunsichern. Es muss echte Hoffnung her, und zwar schnell. Neben der symbolträchtigen Gläsernen Manufaktur geht es vor allem das für Südwestsachsen herausragend wichtige Zwickauer Werk.
Der Freistaat muss die Bedingungen für Elektromobilität verbessern, vor allem für günstigen Ladestrom und ein dichtes Netz an Ladepunkten sorgen. Priorität hat der Erhalt der Industrie-Arbeitsplätze. Eines ist klar: Die sächsischen VW-Standorte brauchen Investitionen, um konkurrenzfähig zu sein. Die Frage, ob sie eine Zukunft haben, hängt vor allem von Auslastung und Technologie ab. Idealerweise investiert VW selbst. Allerdings darf niemand in Verantwortung - und dazu zählt die Staatsregierung - Scheuklappen aufsetzen und davon absehen, auch andere Lösungen zu verfolgen.“
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