Susanne Schaper: Per Verordnung das Leid der Streunerkatzen lindern und die Tierheime entlasten – das ist überfällig!
Zum Weltkatzentag am 8. August erklärt die Vorsitzende und tierschutzpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Susanne Schaper:
„Obwohl ich persönlich eher zum ,Team Hund‘ gehöre, liegen mir und uns alle Tiere am Herzen. Insbesondere Katzen brauchen besseren Schutz. Deshalb treten wir auch in dieser Wahlperiode für eine Katzenschutzverordnung ein (Drucksache 8/3842). Sie ist sie das wichtigste Instrument, um die unkontrollierte Vermehrung von Streunerkatzen zu bekämpfen, Tierleid zu lindern und Tierschutzaktive wie Tierheime zu entlasten. Die Kommunen sollten Katzenbesitzerinnen und -besitzer verpflichten dürfen, ihre Freigänger zu kastrieren und zu registrieren. Noch immer ist unser Bundesland das einzige ohne eine Katzenschutzverordnung. Die Daten zu Fördermitteln im Tierschutz, die wir seit Jahren regelmäßig abfragen (Drucksache 8/2724), zeigen: Das Problem freilebender Katzenpopulationen wächst und ist an vielen Orten im Freistaat vorhanden.
Katzen sind Haustiere und ohne menschliche Versorgung meist krank und unterernährt, leiden unter Parasiten oder unversorgten Verletzungen mit Madenbefall. Freigänger bilden mit entlaufenen, ausgesetzten oder zurückgelassenen Hauskatzen sowie deren Nachkommen wachsende Populationen, die menschliche Obhut benötigen. Viele Tiere sterben einen frühen und leidvollen Tod. Ehrenamtliche kämpfen engagiert für den ihren Schutz, doch ohne die Unterstützung des Staates bleibt ihr Bemühen aussichtslos. Nur die Kastration verhindert, dass potente Tiere aus Privathaltung zur Reproduktion beitragen. Ausgesetzte oder entlaufene Katzen können leichter zugeordnet und zurückgebracht werden.
Die Tierheime sollen genug Geld bekommen, um Haus- sowie Wildtiere zu versorgen (Drucksache 8/3684). Ursächlich für ihre Probleme sind aber nicht nur die hohen Futter- und Tierarztkosten, sondern auch die große Zahl an abgegebenen, ausgesetzten oder beschlagnahmten Tieren. Die Katzenschutzverordnung würde sie entlasten. Dasselbe gilt für den Kampf gegen illegalen Welpenhandel.“
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