Susanne Schaper: Noch immer brauchen Zehntausende Bürgergeld, weil ihr Lohn nicht reicht – Arbeit gerecht bezahlen!
In Sachsen müssen weiterhin zehntausende Menschen ergänzend Bürgergeld beziehen, weil sie von ihrem Arbeitslohn nicht leben können. Das zeigt die aktuelle Anfrage der Vorsitzenden und sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Susanne Schaper, zu diesem Thema (Drucksache 8/6500). Demnach waren 2025 insgesamt 35.710 Menschen gleichzeitig erwerbstätig und im Bürgergeldbezug – davon 28.164 in abhängiger Beschäftigung und überwiegend in Teilzeit, die übrigen selbstständig. Die Betroffenen arbeiten vor allem im Bereich Reinigung, in der Logistik sowie der Gastronomie.
Susanne Schaper erklärt:
„Es ist ein Unding, dass immer noch so viele Menschen im Freistaat zum Amt gehen müssen, obwohl sie arbeiten. Zwar waren es 2025 etwas weniger als 2024 (Drucksache 8/1881), aber es gibt keinen Grund zur Entwarnung. Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihren Beschäftigten einen guten Lohn vorenthalten, werden so von den Beitragszahlerinnen und Beitragszahlern alimentiert. Das ist ungerecht!
Arbeit darf nicht arm machen. Deshalb muss die Minderheitskoalition endlich das Vergabegesetz überarbeiten. Es muss staatliche Aufträge künftig an gute Tariflöhne binden. Die Tarifbindung muss steigen, mehr Tarifverträge sollten allgemeinverbindlich werden. Ohne gute Einkommen gewinnt kein Betrieb Fachkräfte.“
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