Susanne Schaper: Kahlschlag bei VW - Die Rechnung zahlen die Beschäftigten
Zu den heute bekannt gewordenen Plänen von Volkswagen-Chef Oliver Blume, massive Arbeitsplatzvernichtung bei VW vorzunehmen, erklärt Susanne Schaper, Vorsitzende der Linksfraktion:
„Die Pläne Blumes sind kein Restrukturierungsprogramm, sondern ein erneuter Versuch zu sehen, was möglich ist. Bis zu 100 000 Stellen sollen im gesamten Betriebsbereich gestrichen werden. Und vier Werke in Deutschland - Zwickau, Hannover, Neckarsulm und Emden - sollen geschlossen werden.
Die Führungsriege hat die Neuorientierung und -strukturierung vernachlässigt - Arbeitsverweigerung bei sehr gutem Verdienst. Die Folgen der teils selbstverschuldeten Krise haben die Beschäftigten zu tragen.
In Sachsen würden Blumes Ankündigungen den industriellen Kern treffen: Das VW-Werk in Zwickau wurde mit erheblichem öffentlichem Aufwand zur Vorzeigefabrik für Elektromobilität umgebaut. Auch diesen Wandel haben die Beschäftigten bereits mit vielen Entbehrungen bezahlt. Ihr Lohn nun: Entlassungen.
Alarmierend ist ebenfalls der Angriff auf die Mitbestimmung. Die geplante Ausgliederung der Marke VW zielt eindeutig darauf ab, dass „VW-Gesetz“ auszuhebeln und somit das faktische Veto-Recht des Landes Niedersachsens zu umgehen.
Der sächsische Ministerpräsident muss aktiv werden - und die Bundesregierung muss klären, wie öffentlich mitfinanzierte Produktionsstätten vor solcher Zerschlagung geschützt werden können.
Unsere Solidarität ist bei den Kolleginnen und Kollegen, ob in Emden oder Hannover, ob in Neckarsulm oder Zwickau.“
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