Schaper: Widerspruchsregelung bei Organspende wäre sinnvoll – aber nur bei transparentem und sicherem Verfahren
Zum Vorstoß des Bundesgesundheitsministers Jens Spahn, die Widerspruchsregelung in Deutschland beim Thema Organspende einzuführen, erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, Susanne Schaper:
Ich begrüße den Vorstoß und hoffe, dass auch die sächsische Staatsregierung dieses Unterfangen unterstützt. Die verschwindend geringen Transplantationszahlen stehen in keinem Verhältnis zum Bedarf, es müssen dringend mehr Spenderinnen und Spender her. Wer nicht zur Verfügung stehen will, sollte künftig – in einem transparenten und niedrigschwelligen Verfahren – aktiv widersprechen müssen. Es wäre wichtig, die Bevölkerung ausreichend darüber zu informieren und sie auch für den großen Spendenbedarf zu sensibilisieren. Zusätzlich muss die Arbeit der Transplantationsbeauftragten in den Krankenhäusern gestärkt und auskömmlich finanziert werden. Gleichzeitig muss verlässlich kontrolliert werden, dass mit den entnommenen Organen gesetzeskonform verfahren und jeglicher Handel ausgeschlossen wird.
In der öffentlichen Anhörung zum Gesetzentwurf der Staatsregierung zum Sächsischen Transplantationsausführungsgesetz“ (Drucksache 6/10735) hatten sich auch Sachverständige für eine solche Regelung ausgesprochen, wie sie der Bundesgesundheitsminister vorschlägt.
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