Rico Gebhardt: Infektionsgeschehen überall auf Gemeindeebene ausweisen – auch im Erzgebirge und im Landkreis Bautzen!

Ministerpräsident Kretschmer besucht heute kurzfristig Wittichenau im Landkreis Bautzen, um sich ein Bild von der Infektionslage vor Ort zu machen. Der Vorsitzende der Linksfraktion, Rico Gebhardt, schlägt vor, auch über die Darstellung des Pandemiegeschehens zu sprechen:

„Jedes Landratsamt stellt die Infektionszahlen auf andere Weise dar, ein einheitliches Vorgehen ist nicht erkennbar. Gerade die Landkreise Erzgebirge und Bautzen, die derzeit das schlimmste Infektionsgeschehen verzeichnen müssen, weisen keine Zahlen nach Gemeinden aus. Diese Informationslücke muss geschlossen werden, was auch zu einem ruhigen und besonnenen Vorgehen der Bevölkerung beitragen dürfte. Akzeptanz für die Seuchenschutzmaßnahmen und die notwendige Mitwirkung werden nur zustande kommen, wenn umfassende Transparenz herrscht und Entscheidungen nachvollziehbar dargestellt werden.

Im Interesse der Bürgerinnen und Bürger wie auch der Verwaltungen halte ich eine Vereinheitlichung für angebracht. Natürlich sollen sich die Regionen in ihrer Unterschiedlichkeit und regionalen Spezifik präsentieren, aber das Chaos bei der Suche nach (dringlicher) Information muss beendet werden. Alle Bürgerinnen und Bürger sollten unkompliziert und aktuell Informationen erhalten können, wie sich die Pandemie in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld entwickelt und wo besonders starke Ausbrüche zu verzeichnen sind – die Ausweisung von Risikogebieten erfüllt diesen Zweck inzwischen nicht mehr, weil sie flächendeckend erfolgt ist. In den Landkreisen Meißen, Leipzig, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Görlitz, Zwickau und im Vogtland können bereits jetzt alle nachlesen, wie sich die Zahlen in den Kommunen entwickeln. Nordsachsen und Mittelsachsen weisen Zahlen nur nach bestimmten Gebieten aus. In Bautzen und im Erzgebirge werden die Zahlen sogar nur auf der Kreisebene ausgewiesen.

Wir brauchen die Mitwirkung der Bevölkerung, die gibt es aber kaum ohne ausreichende Informationen insbesondere auf der regionalen Ebene. Was in einzelnen Landkreisen möglich ist, sollte auch in den anderen Landkreisen Standard werden – sonst könnten Verdächtigungen entstehen, jemand wolle etwas verheimlichen. Misstrauen gegenüber Behörden ist das letzte, was wir dieser schwierigen Situation gebrauchen können. Also: Transparenz jetzt!“

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