Marika Tändler-Walenta: Sachsens Vereinssport braucht Rücken-deckung vom Freistaat zur Bewältigung der Energiekrise

Bei der Konferenz der Sportministerinnen und Sportminister in Mainz spielten auch die Folgen der Energiepreiskrise für die Sportvereine eine Rolle. Diese sollen durch die geplante Gas- und Strompreisbremse entlastet werden, sind aber bisher nicht explizit Teil des von Bund und Ländern vorgesehenen Härtefallfonds. Dazu erklärt Marika Tändler-Walenta, Sprecherin der Linksfraktion für Sportpolitik:

„Mit den von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen ist die Kuh noch nicht vom Eis. Die unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse bei den Sportstätten belasten die Vereine auch unterschiedlich. Während zu hoffen bleibt, dass die Nutzungsgebühren für kommunale Anlagen im Sinne der Sportlerinnen und Sportler konstant bleiben, müssen Vereine, welche die Heiz- und Stromkosten für eigene Objekte oder Pachtanlagen allein zu tragen haben, auch trotz der staatlichen Förderung eine Verdoppelung der Ausgaben kompensieren. Hier sind politisches Fingerspitzengefühl des Sportministers und weitere Landesunterstützung gefordert. Einsparpotential muss auch im Sport genutzt werden – dabei muss aber die Verhältnismäßigkeit gewahrt bleiben. Gerade jetzt im Winter trainiert niemand gern im Kalten oder im Dunkeln.

Wir dürfen trotz aller Krisen das Langzeitproblem des enormen Investitionsstaus nicht vergessen. Der Bau, aber auch gerade die Sanierung – auch die energetische Sanierung – unserer Sportstätten muss weitergehen. Der Freistaat muss das klare Signal senden, dass etwaige Kostensteigerungen nicht bei den Vereinen hängen bleiben, sondern der Fördermittelgeber einspringt. Nur so können Vereine geplante und bewilligte Baumaßnahmen trotz der immensen Preiserhöhungen fortführen. Es ist nicht vermittelbar, wenn das Schwimmbecken kalt und der Fußballplatz dunkel bleiben – nicht nur weil die Fußball-WM in Katar bevorsteht, wo heiße Temperaturen durch enorme Klimatisierungsmaßnahmen gedrückt werden sollen.“

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