Luise Neuhaus-Wartenberg zum Unterrichtsausfall: Den Familien an weiterhin stark betroffenen Schulen hilft die Statistik wenig
Die neuen Zahlen zum Unterrichtsausfall im Schuljahr 2025/26 kommentiert die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Luise Neuhaus-Wartenberg:
„Sachsens Lehrkräfte zahlen für die teilweisen Erfolge einen hohen Preis – er besteht aus Überstunden und in vielen Fällen auch langen Fahrtwegen zur Abordnungsstelle. Viele Lehrkräfte müssen dort auch fachfremd unterrichten.
Wir können die Freude des Kultusministers nicht teilen, denn der planmäßige Ausfall an Grund- und Berufsschulen ist erneut gewachsen. An einzelnen Standorten gibt es weiter alarmierend hohe Werte. Beinahe oder deutlich zweistellige Ausfallraten gibt es an Grundschulen in Augustusburg, Burkhardtsdorf, Freiberg, Jöhstadt, Oederan, Raschau-Markersbach, Scheibenberg, Dresden, Königstein, Sebnitz, Görlitz, Lauta, Löbau, Neißeaue, Rietschen und Weißwasser. Den betroffenen Familien hilft der Blick auf die Gesamtstatistik herzlich wenig.
Wir dürfen Probleme nicht verlagern, sondern wir müssen sie lösen. Dauerhaft können wir den Unterricht nur absichern, indem wir landesweit mehr Lehrkräfte an alle Schularten bringen und andererseits für Entlastung sorgen. Die Lehrkräfte-Ausbildung sollte nach Schulstufen erfolgen und vor allem praxisnäher werden – das würde mittel- bis langfristig Entlastung bringen. Kurzfristig helfen kann mehr unterstützendes Personal in multiprofessionellen Teams, etwa für Verwaltungsaufgaben, IT und Sozialarbeit. Lehrkräfte brauchen vor allem mehr Unterstützung bei unterrichtsfremden Tätigkeiten, damit sie die Schülerinnen und Schüler individuell fördern können.“
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