Luise Neuhaus-Wartenberg zum „Bildungsmonitor“: Solange Sachsen gelobt wird, spielen Inhalte für die CDU keine große Rolle
Zur Reaktion von Kultusminister Christian Piwarz (CDU) auf den Bildungsmonitor 2022 der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“ (INSM) sagt die Sprecherin der Linksfraktion für Bildungspolitik, Luise Neuhaus-Wartenberg:
„Die CDU lobt sich wiederholt aufgrund dieser Untersuchung einer zweifelhaften Lobbygruppe, obwohl zentrale Qualitätsmerkmale schulischer Bildung darin gar nicht erfasst werden. Es ist schon komisch, dass bei der Regierungspartei fachliche Inhalte eine untergeordnete Rolle zu spielen scheinen – Hauptsache: Sachsen wird gelobt. Hier beurteilt die Wirtschaft das, was ihr wichtig ist, das Gesamtbild aber zeigt sie leider nicht.
Es fehlen jede Menge Lehrkräfte, die CDU behindert entscheidende Innovationen im Bildungsbereich wie die Gemeinschaftsschulen und längeres gemeinsames Lernen, der Schulalltag ist von Unterrichtsausfall geprägt und die Schulabbruchquote hoch. Diese zentralen Gerechtigkeitsprobleme des sächsischen Schulwesens lassen ein solches Selbstlob lächerlich erscheinen.“
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