Luise Neuhaus-Wartenberg: UNICEF-Ergebnisse sind keine Überraschung - entscheidend sind gerechte Bildungskonzepte

Eine neue Studie des UN-Kinderhilfswerks UNICEF bescheinigt Deutschland, dass Kinder zwischen 2018 und 2022 immer schlechtere Voraussetzungen für ein gutes Aufwachsen vorfanden. So sinke deren Lebenszufriedenheit, die schulischen Kompetenzen ließen weiter nach. So hätten im Jahr 2018 noch 73 Prozent der Kinder grundlegende Fähigkeiten wie Lesen und Rechnen beherrscht, 2022 waren es nur noch 60 Prozent. Dazu sagt die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Luise Neuhaus-Wartenberg:

„Diese Ergebnisse sind keine Überraschung und sollten uns umso stärker alarmieren. In erster Linie sind die Eltern dafür verantwortlich, dass ihre Kinder gut aufwachsen, gesund bleiben, soziale und emotionale Kompetenzen entwickeln und erfolgreich lernen können. Allerdings haben nicht alle Familien dafür die gleichen Voraussetzungen, zumal der Wohlstand hierzulande extrem ungleich verteilt ist. Umso wichtiger ist ein gutes Umfeld in Kita und Schule, damit alle Kinder Bildungserfolg haben können.

Der Haushaltsentwurf der Minderheitsregierung würde die Voraussetzungen dafür aber weiter verschlechtern. So sollen Jugendhilfeangebote gekürzt werden, Schulsozialarbeit wird nicht ausreichend verfügbar. Kinder brauchen aber gute Betreuung auch bei Sorgen und Ängsten, Bildungsgerechtigkeit, Räume für Austausch und demokratische Beteiligung. Wir unterstützen die UNICEF-Empfehlungen, gehen aber darüber hinaus. Unsere jahrzehntealte Forderung nach einer gesunden kostenfreien Mittagsversorgung ist eine gute Maßnahme, die Gesundheit zu verbessern. Wir befürworten mehr Prävention und fordern Förderprogramme insbesondere für Kinder aus Haushalten, die weniger Bildung bieten können als andere. Kinder müssen besser beim Kompetenzerwerb unterstützt werden, auch hinsichtlich ihrer Sozialkompetenz und der digitalen Mediennutzung. Wir fordern mehr Mitbestimmung für junge Leute und wollen Demokratische Bildung als Unterrichtsfach einführen, das ,Gemeinschaftskunde‘ ersetzt.

Entscheidend sind allerdings zeitgemäße und gerechte Bildungskonzepte. Sachsen muss das längere gemeinsame Lernen in Gemeinschaftsschulen viel stärker fördern!“

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