LINKE warnt neuen Kultusminister vor leeren Versprechen

Zu den heute veröffentlichten Vorschlägen des neuen Kultusministers Frank Haubitz erklärt Cornelia Falken, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

Mehr als drei Viertel der Lehrer*innen an den öffentlichen Schulen Sachsens würden von einer Verbeamtung nicht profitieren. Gerade Lehrkräfte an den Schultypen mit dem größten Personalmangel würden in die Röhre gucken. Nach vielen schlechten Erfahrungen der Vergangenheit ist es für das Klima in den Lehrerkollegien besonders wichtig, dass nicht schon wieder leere Versprechen gemacht werden.

Der Kultusminister sollte daher erst ganz genau nachrechnen lassen, bevor er seine Vorschläge in der Welt verbreitet. Weitere Versprechungen, die nicht eingehalten werden, würden nur wieder für Unmut sorgen. Nach dem Sächsischen Beamtengesetz dürfen weder Teilzeitbeschäftigte noch Seiteneinsteiger*innen noch Lehrkräfte, die an anderen Schularten unterrichten als die, für die sie ausgebildet worden sind, verbeamtet werden.

Man wird auch sehen, wie er mit seinem Verbeamtungsvorschlag am Finanzminister vorbeikommt. Für uns steht ohnehin die Verbesserung der Attraktivität des Lehrerberufs im Mittelpunkt, dabei geht es neben angemessener und gerechter Vergütung auch um entsprechende Rahmenbedingungen. Das hat für uns Vorrang vor solchen Gedankenspielen. Selbstverständlich begrüßen wir alle Maßnahmen zur Entlastung von Lehrkräften.

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