Köditz zu Vorwürfen gegen Verfassungsschutz-Chef: Meyer-Plath ist Fehlbesetzung an der Spitze einer Sicherheitsbehörde

Zu den Vorwürfen gegen Sachsens Verfassungsschutz-Chef Meyer-Plath erklärt Kerstin Köditz, Sprecherin für antifaschistische Politik der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:

Das Grundproblem ist und bleibt das V-Mann-Unwesen. Mehrere Untersuchungsausschüsse, auch die sächsischen, haben sich mit der Frage befasst, warum man die Informationen von „Piatto" nicht ernst nahm — und wie weit die behördliche Kumpanei mit der Quelle wirklich ging. Gordian Meyer-Plath war einer der V-Mann-Führer ausgerechnet in der Zeit, als „Piatto" Angaben zum untergetauchten Trio machte.

Uns sagte Meyer-Plath, dass er sich an etliche Details leider nicht erinnern könne – und dass er in entscheidenden Phasen im Urlaub gewesen sei. Unterm Strich bleiben auch hier Fragen offen, es entstehen Widersprüche. Wir führen sie auch darauf zurück, dass offensichtlich nicht mehr alle Akten vorliegen – und womöglich nicht alle Zeugen alles gesagt haben, was sie wissen. Klar ist so oder so: Herr Meyer-Plath ist in den Fallkomplex verstrickt und damit eine Fehlbesetzung an der Spitze einer Sicherheitsbehörde.

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