Juliane Nagel zum Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende: Drogen- und Suchthilfestrukturen stärken!
Am 21. Juli 2025 wird der Gedenktag für verstorbene Drogengebrauchende zum 27. Mal begangen. Heute wird an Menschen erinnert, die an den Folgen ihres Drogenkonsums verstorben sind. Zudem werden politische Forderungen für eine humane Drogenpolitik erhoben. In Sachsen werden in diesem Jahr etwa Aktionen in Dresden und Leipzig stattfinden. Die drogenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Juliane Nagel, erklärt:
„Auch in Sachsen verursacht der Konsum illegalisierter und legalisierter Substanzen in vielen Fällen schwere gesundheitliche Schäden bis hin zu Todesfällen. 2024 gab es im Freistaat mindestens 28 Drogentote (Drucksache 8/1503). Der Gedenktag ist ein wichtiger Raum für Trauer und Begegnung, aber auch für den Blick in die Zukunft. Das diesjährige Motto ,Überdosierung und Drogentod können alle Menschen (be-)treffen‘ soll zeigen, wie präsent Abhängigkeitserkrankungen in dieser Gesellschaft sind.
Die Alltagsdroge Alkohol führt mit Abstand zu den meisten Todesfällen. Sachsen führt mit Mecklenburg-Vorpommern die Statistik der Behandlungen wegen einer Alkoholabhängigkeit an. Zwischen Januar und August 2024 sind 840 Menschen infolge ihres Alkoholkonsums gestorben. Vor diesem Hintergrund ist es ein echter Erfolg, dass die im Landeshaushalt beabsichtigten Kürzungen in der Suchthilfe und Suchtprävention nicht nur abgewendet werden, sondern auch durch das Zutun der Linksfraktion sogar angehoben werden konnten.
Die Strukturen der Prävention, Behandlung und Hilfe müssen weiter gestärkt und an aktuelle Entwicklungen angepasst werden. Voraussichtlich ab dem kommenden Jahr wird in Leipzig der erste sächsische Drogenkonsumraum den Betrieb aufnehmen. Solche Räume sind eine lebenserhaltende Ergänzung des Hilfesystems. Die Linke wird zudem darauf drängen, dass Sachsen in dieser Wahlperiode die Voraussetzungen für Drugchecking schafft, damit unter anderem die Stadt Leipzig das bereits erarbeitete Modellprojekt umsetzen kann. Das ist eine wirksame Methode, um den Gesundheitsschaden beim Konsum illegalisierter Substanzen zu mindern, und kann Leben retten.“
Du hast Fragen
oder möchtest einfach reden?
Fraktion Die Linke
im Sächsischen Landtag
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden, Sachsen
Telefon 0351 4935800
E-Mail linksfraktion@slt.sachsen.de
Oder schreibe uns auf unseren Social-Kanälen: