Gebhardt: Monarchie 100 Jahre tot, höfisches Denken aber in Sachsen noch nicht – weltfremden Konservatismus überwinden!
Zur Abdankung des letzten sächsischen Königs vor 100 Jahren erklärt Rico Gebhardt, Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag:
Die Monarchie mag hundert Jahre tot sein, höfisches Denken und Untertanenmentalität sind es in Sachsen noch lange nicht. Die friedliche Revolution 1989 wurde ab 1990 unter der Herrschaft von „König Kurt" begraben. Er regierte nicht nur mit absoluter Mehrheit, sondern auch mitsamt „Büro Ingrid Biedenkopf" mit absolutistischem Gebaren.
Der demokratischen Kultur und einer aufgeklärten Gesellschaft hat das nicht gut getan. Dass der Niedergang der Königsmacher-Partei CDU derzeit mit der weit verbreiteten Hoffnung auf autoritäre Erlösung von rechts einhergeht, ist auch eine Folge der Sehnsucht nach starker Herrscherhand.
Tatsächlich führt dieser weltfremde Konservatismus in Chaos und Krieg, wie das 20. Jahrhundert gezeigt hat. Die Erinnerung an die Ausrufung der Republik Sachsen vor hundert Jahren sollte uns auf den Weg des 21.Jahrhunderts einstimmen: Richtung einer Republik Europa mit selbstbewussten starken Regionen. Mittendrin ein Sachsen der Gleichen und Freien – mit Solidarität und ohne Herrscherhäuser!
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