Antonia Mertsching: Bei der Organisation von Wochenmärkten ist Kreativität gefragt – nicht einfach dichtmachen, Minister Wöller!
Anlässlich der Schließung von Wochenmärkten in Sachsen empfiehlt Antonia Mertsching, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag für Landwirtschaft:
„Wochenmärkte sind ein wichtiger Teil der Nahversorgung mit frischen und regionalen Nahrungsmitteln und wichtige Absätzmärkte für Landwirte. Statt sie zu schließen, könnten sie in derzeit ungenutzte Messe- oder Turnhallen oder auch Lagerhallen verlegt werden. Dann sind sie praktisch auch nichts anderes als ein Supermarkt, in dem die Abstandsregel organisiert und der Zustrom reguliert werden kann. In kleineren Orten steht vielleicht der ein oder andere leer stehende Laden zeitweise als Verkaufsraum zur Verfügung. Eine andere Möglichkeit wäre, sie einzuzäunen.
Der Freistaat sollte die Kommunen bei solchen kreativen Lösungen unterstützen, damit diese wichtige Form der Nahrungsmittelversorgung aufrecht erhalten werden kann. Kreative und flexible Lösungen sind gefragt, insbesondere zugunsten der älteren Bevölkerung, die noch gut zu Fuß, aber nicht so digital unterwegs ist!
Andererseits besteht die Gefahr, dass Nahrungsmittel, die eine weite Reise hinter sich haben oder gerade frisch geerntet werden, in der Tonne landen und Landwirte extreme Einnahmeausfälle haben. Das darf auf keinen Fall passieren! Die Bauern stehen ohnehin schon unter enormem Druck wegen der fehlenden Saisonkräfte und der Verschärfung der Düngeverordnung.“
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