Fraktion die Linke im Sächsischen Landtag
Verpflichtende AU-Bescheinigung ab dem ersten Krankheitstag und Abschaffung der telefonischen Krankschreibung jetzt stoppen: Beschäftigte und Hausärzt:innenpraxen wirksam vor zusätzlichen Belastungen schützen!
DRUCKSACHE 8/7746
Der Koalitionsausschuss von CDU, CSU und SPD hat beschlossen, die telefonische Krankschreibung abzuschaffen. Zudem will die Koalition eine Pflicht einführen, wonach die Beschäftigten bereits ab dem ersten Krankheitstag eine Arztpraxis aufsuchen müssen, um eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung zu erhalten. Die Linksfraktion fordert die sächsische Staatsregierung mit diesem Antrag auf, diesen Plänen auf der Bundesebene nicht zuzustimmen. Wenn alle vom ersten Tag an eine Arztpraxis aufsuchen müssen, statt sich auszuruhen, kann das Erkrankungen verschlimmern oder die Genesung verzögern. Den überlasteten hausärztlichen Praxen drohen unnötige Arbeit und Bürokratie. Termine werden noch knapper, wenn die Praxen wieder Fälle bearbeiten müssen, in denen ein paar Tage Bettruhe ausreichen. Außerdem steigt die Ansteckungsgefahr im Wartezimmer, wenn die Regierung vermeidbare Kontakte erzwingt. Manche Beschäftigte werden auch krank zur Arbeit erscheinen, wo sie weitere Menschen anstecken und so den Krankenstand erhöhen können. Die ärztlichen Verbände laufen zu Recht Sturm gegen die Pläne.
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