Zahl der Stromsperren in Leipzig massiv gestiegen - bezahlbare Energiekontingente statt Abschaltungen!
Auf Anfrage der Vorsitzenden und sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Susanne Schaper, hat die Staatsregierung Daten zu Stromsperren im Jahr 2025 vorgelegt. Die Lage in Leipzig ist alarmierend.
Für die drei Großstädte wurden 7.507 Stromabschaltungen in Haushalten verzeichnet - fast 2.000 mehr als 2024 (5.531). Daten für die Landkreise, über die Höhe der Rückstände sowie die Zahl der betroffenen Kinder unter 18 Jahren wurden wie in den Vorjahren nicht erhoben. Während die Zahl der Stromsperren 2025 in Dresden von 2.373 auf 2.112 und Chemnitz von 1.958 auf 1.795 leicht zurückging, stieg sie Zahl in Leipzig um das Dreifache - von 1.200 auf 3.600. In der Messestadt dauerten 70 Prozent der Sperrungen über 15 Tage an. 2024 war es ein Tag weniger gewesen. Wie im Vorjahr dauerten in Dresden die Sperrungen eine Woche. Für Chemnitz wurden auch für 2025 diese Daten nicht erfasst. So hoffnungsvoll die Zahlen für Chemnitz und Dresden erscheinen mögen: Jeder Fall ist einer zu viel. Die Gründe für den enorme Anstieg in Leipzig müssen aufgeklärt werden.
Für die Betroffenen sind Stromsperren eine erhebliche soziale und gesundheitliche Belastung, weil zentrale Grundlagen des täglichen Lebens - etwa Licht, Kochen und die Kühlung von Lebensmitteln und Medikamenten oder digitale Kommunikation - wegfallen. Besonders schlimm sind die Folgen für Kinder sowie für ältere, kranke oder pflegebedürftige Menschen. Die Linke fordert das grundsätzliche Verbot von Energiesperren. Stattdessen sollen die Energieunternehmen Kontingente von kostenfreiem bzw. kostengünstigem Strom anbieten müssen. Das ist auch ein Anreiz zum Energiesparen. Kostenlose Beratung etwa durch die Verbraucherzentralen sollen diese Maßnahmen begleiten - auch und besonders für überschuldete Menschen.
Für Härtefälle ist ein Sozialfonds gegen Energiearmut nötig, der von den Energieunternehmen und dem Staat gefüllt wird. Dafür ist genug Geld da. Schließlich bringt die CO2-Steuer Jahr für Jahr Milliarden ein, ohne dass davon bisher ein Klimageld an die Bürgerinnen und Bürger zurückfließt.
Hintergrund: Stromsperren in Privathaushalten in den kreisfreien Städten
Jahr Dresden Leipzig Chemnitz Drucksache
2010 10.460 5/4778
2011 13.345 5/8026
2012 13.568 5/11161
2013 2.600 5.936 1.692 5/13609
2014 2.500 5.637 1.872 6/789
2015 2.200 4.421 1.663 6/3920
2016 1.900 4.377 1.695 6/8335
2017 1.890 4.373 1.763 6/11813
2018 2.200 4.129 1.647 6/16309
2019 2.193 3.962 1.528 7/1709
2020 2.004 2.417 1.571 7/7951
2021 1.333 2.389 1.656 7/9150
2022 1.808 689 1.525 7/13389
2023 1.729 264 1.614 7/15967
2024 2.373 1.200 1.958 8/1417
2025 2.112 3.600 1.795 8/5701
Stromsperren in Leipzig
Die Zahl der Stromsperren in Leipzig steigt stark.
2025 gab es 3.600 Stromabschaltungen.
2024 waren es 1.200 gewesen.
Das ist eine Verdreifachung.
In Dresden und Chemnitz sinken die Zahlen.
Dauer der Stromsperren
In Leipzig dauern 70 Prozent der Sperrungen länger als 15 Tage.
2024 war die Dauer etwas kürzer.
In Dresden dauern die Sperrungen eine Woche.
Für Chemnitz gibt es keine Daten.
Folgen für Menschen
Stromsperren sind schwer für die Menschen.
Sie haben kein Licht und können nicht kochen.
Lebensmittel und Medikamente verderben.
Kinder, alte und kranke Menschen leiden besonders.
Forderungen der Linken
Die Linke will keine Energiesperren mehr.
Energieunternehmen sollen günstigen Strom geben.
Das hilft beim Energiesparen.
Beratung soll überschuldete Menschen unterstützen.
Sozialfonds gegen Energiearmut
Es soll einen Sozialfonds gegen Energiearmut geben.
Der Fonds bekommt Geld von Firmen und Staat.
Die CO2-Steuer bringt viel Geld ein.
Das Geld soll den Menschen helfen.
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