Wohnarmut in Sachsen wächst – Die Minderheitsregierung darf Problem nicht länger aussitzen!
Hohe Wohnkosten sind eine zentrale Ursache dafür, dass unser Land sozial immer ungleicher wird. Das zeigt erneut eine Studie des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes zur Wohnarmut. Viele Menschen müssen immer mehr Geld für das Wohnen ausgeben– zusätzlich zu höheren Heizkosten, steigenden Lebensmittelpreisen oder teureren Tickets für Bus und Bahn. Werden die Wohnkosten in die Statistik eingerechnet, sind im Freistaat 835.000 Menschen arm. Nach bisheriger Berechnung waren es 650.000.
Den Betroffenen bleibt nach Abzug von Kaltmiete und Nebenkosten zu wenig verfügbares Einkommen. Darunter leiden vor allem junge und ältere Menschen sowie Alleinerziehende. Hohe Mieten und Nebenkosten machen auch in Sachsen immer mehr Menschen arm. Dieser Befund muss alarmieren! Das Problem ist längst nicht mehr auf Dresden und Leipzig beschränkt, wo ein großer Teil der Haushalte inzwischen weit über 30 Prozent des Einkommens für die Miete aufbringen muss. Im Niedriglohnland Sachsen trifft das die Menschen besonders hart. Als Linke fordern wir, beim Sozialwohnungsbau zu klotzen statt zu kleckern. Es muss endlich mehr bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden. Das wollen wir unter anderem mit unserer Initiative erreichen, die entsprechenden Förderrichtlinien zu modernisieren. Dazu wird der Infrastrukturausschuss im kommenden Jahr Sachverständige hören.
Mietpreisüberhöhung, Mietwucher und Umgehungen der Mietpreisbremse erfordern eine harte Reaktion. Der Staat darf es nicht dulden, dass einige Eigentümer sich am öffentlichen Gut Wohnraum bereichern. Erst in der vergangenen Woche haben die Minderheitskoalition, BSW und AfD unsere Initiative für kommunale Mietenmelder und stärkere kommunalen Wohnungsämter abgelehnt. CDU und SPD dürfen das Problem aber nicht länger aussitzen!
Wohn-Armut in Sachsen
Viele Menschen in Sachsen haben zu wenig Geld für das Wohnen.
Die Wohn-Kosten sind sehr hoch.
Das macht viele Menschen arm.
Studie zeigt Problem
Eine Studie zeigt das Problem.
835.000 Menschen in Sachsen sind arm, wenn man die Wohn-Kosten rechnet.
Früher waren es 650.000 Menschen.
Wer leidet am meisten
Junge Menschen, alte Menschen und Allein-Erziehende leiden am meisten.
Sie haben nach der Miete zu wenig Geld zum Leben.
Wohn-Kosten steigen überall
Die hohen Wohn-Kosten sind nicht nur in Dresden und Leipzig.
Sie sind in ganz Sachsen hoch.
Viele Menschen müssen mehr als 30 Prozent vom Geld für die Miete zahlen.
Linke fordert mehr Sozial-Wohnungen
Die Linke will mehr Sozial-Wohnungen bauen.
Sozial-Wohnungen sind Wohnungen, die billig sind.
Die Linke will die Regeln für den Bau von Sozial-Wohnungen ändern.
Im nächsten Jahr hören Experten im Ausschuss dazu.
Miet-Preis-Wucher stoppen
Manche Vermieter verlangen zu hohe Mieten.
Das nennt man Miet-Preis-Wucher.
Der Staat soll das nicht erlauben.
Die Linke will, dass die Städte Mieten melden können.
Sie will auch stärkere Wohnungs-Ämter.
Regierung muss handeln
Die Minderheits-Regierung hat eine Initiative abgelehnt.
Die Linke sagt, die Regierung darf das Problem nicht länger aussitzen.
CDU und SPD sollen das Problem lösen.
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