Wir können uns nur schwer vorstellen, dass irgendwer euphorisch ins neue Schuljahr startet

Heute gab der Kultusminister eine Pressekonferenz zum Schuljahresstart 2026/2027. Er begrüßt die Schülerinnen und Schüler mit der Ausweitung des Handy-Verbotes und die angehenden Lehrkräfte mit Mehrarbeit. Trotz vieler Neueinstellungen fällt viel Unterricht aus und es fehlt Unterstützungspersonal in multiprofessionellen Teams. Wir können uns nur schwer vorstellen, dass irgendwer euphorisch ins Schuljahr startet. Trotzdem wünschen wir sowohl den Schülerinnen und Schülern als auch den Lehrkräften und Eltern bestmögliches Gelingen!

Mit Freude vernehmen wir, dass alle Lehrpläne überarbeitet werden sollen. Das hat die Staatsregierung lange verschleppt. Wir müssen Lehren und Lernen in Methode und Inhalt modernisieren – für weniger Frontalunterricht und mehr Selbstständigkeit. Es geht nicht mehr vor allem darum, möglichst viel Wissen zu speichern. Wir müssen die Schulbildung auf die Höhe der Zeit und des pädagogischen Erkenntnisstands bringen. Dazu gehört es auch, mehr Gemeinschaftsschulen zu ermöglichen. Junge Leute und auch alle anderen müssen lernen, Fragen zu stellen, Wissen einzuordnen, Probleme zu lösen und ein gutes Miteinander zu pflegen. Fraglich ist allerdings, ob und wie Menschen aus der Praxis in die Lehrplan-Aktualisierung einbezogen werden.

Eher Rückschritt als Fortschritt sehen wir bei der Medienbildung. Das ausgeweitete Handyverbot simuliert eine Lösung, die den Medienkompetenz-Mangel nicht behebt. Das Problem ist doch, dass junge Menschen in und mit der digitalen Welt allein gelassen werden. 15 Stunden digitales Selbstlernen in der 7. und 8. Klasse werden ihnen kaum helfen. Wir fordern seit Jahren ein Fach Medienkunde und die Integration von Medienbildung in den Ganztag.

Junge Menschen werden in sozialen Medien mit Inhalten konfrontiert, die tiefe Spuren in ihrer Psyche, ihrem Verhalten und im Umgang mit anderen Menschen hinterlassen können. Fachleute und medienpädagogisch geschulte Lehrkräfte müssen für die Gefahren sensibilisieren. Die Betreiber der Plattformen müssen gezwungen werden, menschenverachtende Bilder und Videos nicht mehr allen frei zugänglich zu machen. Junge Menschen sind trotz des Handyverbots Mobbing, Erniedrigung und Bedrohung ausgesetzt. Die Schulen brauchen dafür geschultes Personal und überall das entsprechende Problembewusstsein. Digitale Tafeln ohne Internetzugang und Klassensätze mit Tablets, deren Wartung die Lehrkräfte nebenbei übernehmen müssen, reichen auch hierfür nicht aus.

Der Kultusminister spricht zum Schuljahresstart 2026.
Er sagt, das Handy ist jetzt oft verboten.
Lehrkräfte müssen mehr arbeiten.
Viele Stunden fallen aus.
Es fehlt Personal für die Unterstützung.

Wir glauben nicht, dass viele Menschen froh ins neue Schuljahr gehen.
Wir wünschen allen Schülern, Lehrkräften und Eltern viel Erfolg.

Lehrplan und Lernen

Alle Lehrpläne sollen neu gemacht werden.
Das ist lange nicht passiert.
Das Lernen soll moderner werden.
Weniger Frontalunterricht ist geplant.
Schüler sollen selbstständiger lernen.

Es geht nicht mehr nur um Wissen speichern.
Schule soll besser zum Leben passen.
Mehr Gemeinschaftsschulen sind wichtig.
Schüler sollen Fragen stellen und Probleme lösen lernen.

Es ist unklar, ob Menschen aus der Praxis bei der Lehrplanarbeit helfen.

Medienbildung und Handyverbot

Das Handyverbot ist kein guter Fortschritt.
Es löst nicht das Problem mit Medienkompetenz.

Junge Menschen lernen zu wenig über Medien.
15 Stunden digitales Lernen sind zu wenig.

Wir wollen ein Fach Medienkunde.
Medienbildung soll in den Ganztag.

Soziale Medien können junge Menschen verletzen.
Lehrkräfte müssen über Gefahren sprechen.

Plattformen müssen schlechte Bilder und Videos entfernen.
Trotz Handyverbot gibt es Mobbing und Bedrohung.
Schulen brauchen geschultes Personal und Problembewusstsein.
Digitale Tafeln ohne Internet helfen nicht.

 

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