Weiter viele Drogentote – Drogenkonsumraum in Leipzig und Substitution in den Landkreisen auf den Weg bringen!
Mindestens 20 Menschen sind 2025 infolge des Konsums illegalisierter Substanzen gestorben. Gleichzeitig musste die Zahl für 2024 nach oben korrigiert werden – mit sechs nacherfassten Todesfällen liegt deren Zahl nun bei 34. Mit zehn Toten gab es mit Abstand die meisten Fälle in Leipzig. Hauptsubstanzen waren Methamphetamin, Heroin und Fentanyl, auch in Verbindung mit anderen Drogen.
Jeder Todesfall infolge des Drogenkonsums ist einer zu viel. Oft sind Überdosierung, verunreinigte Substanzen oder Mischkonsum ursächlich. Das ist vermeidbar, indem Ansätze zur Schadensminimierung gestärkt werden. Leipzig hat ein fertiges Konzept für einen Drogenkonsumraum, Ausstattung, Träger und Mitarbeitende sind bereit. Aufgrund der schwierigen Haushaltslage musste das Projekt allerdings auf Eis gelegt werden. Dabei ist klar, dass Drogenkonsumräume Leben retten, Risiken minimieren und Wege in Hilfesysteme öffnen können. Wir sehen auch den Freistaat in der Verantwortung: Schadensminimierende Instrumente dürfen nicht an Geldmangel scheitern!
Auch Substitution kann die Probleme lindern: Opiatabhängige Patientinnen und Patienten können so nach einem Therapiekonzept mit Ersatzstoffen erfolgversprechend behandelt werden. Substitutionstherapien sollen das Überleben sichern und den Gesundheitszustand sowie die soziale Lage stabilisieren. In Sachsen fehlen aber weiterhin zahlreiche Medizinerinnen und Mediziner, die diese Leistung erbringen. Ihre Zahl ist von 70 im Jahr 2024 auf 58 zum Jahresanfang 2026 drastisch gesunken. Im Erzgebirgskreis und im Landkreis Görlitz gibt es gar keine substituierenden Ärztinnen und Ärzte. Auch in Leipzig, wo der Druck am größten ist, ist es ein Arzt weniger geworden. Zwar ist die Zahl der Substitutionstherapien von 1.524 auf 1.416 nur geringfügig zurückgegangen. Wenn es weniger Personal gibt, wird Lage aber komplizierter, zumal der Bedarf das Angebot übersteigt.
Die Staatsregierung darf nicht tatenlos zusehen. Das ärztliche Personal braucht Anreize, zu substituieren. Suchtprävention und Hilfesysteme müssen gut ausgestattet werden. Darauf werden wir auch bei den Verhandlungen zum Doppelhaushalt achten.
Drogentote in Leipzig
Im Jahr 2025 sind 20 Menschen an Drogen gestorben.
Im Jahr 2024 sind 34 Menschen an Drogen gestorben.
In Leipzig sind 10 Menschen gestorben.
Die meisten Drogen waren Methamphetamin, Heroin und Fentanyl.
Manche Menschen haben mehrere Drogen zusammen genommen.
Warum Menschen sterben
Viele Menschen sterben durch zu viel Drogen.
Manche Drogen sind schmutzig oder falsch gemischt.
Das kann man verhindern.
Man braucht Hilfe und Schutz für Menschen mit Drogenproblemen.
Drogenkonsumraum in Leipzig
Leipzig hat einen Plan für einen Drogen-Konsum-Raum.
Der Raum ist fertig geplant.
Es gibt Menschen und Geräte dafür.
Das Geld fehlt aber.
Der Raum kann Leben retten und helfen.
Substitution hilft
Substitution ist eine Behandlung mit Ersatz-Stoffen.
Sie hilft Menschen mit Opiat-Sucht.
Sie schützt das Leben und verbessert die Gesundheit.
In Sachsen gibt es zu wenige Ärztinnen und Ärzte für diese Behandlung.
Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte ist von 70 auf 58 gesunken.
Im Erzgebirgskreis und Landkreis Görlitz gibt es keine Ärztinnen und Ärzte für Substitution.
In Leipzig ist es ein Arzt weniger geworden.
Die Zahl der Behandlungen ist von 1.524 auf 1.416 gesunken.
Der Bedarf ist größer als das Angebot.
Was die Regierung tun muss
Die Regierung darf nicht nichts tun.
Ärztinnen und Ärzte brauchen Anreize für Substitution.
Sucht-Prävention und Hilfen müssen besser werden.
Das ist wichtig für die
Diesen Beitrag teilen!
Du hast Fragen
oder möchtest einfach reden?
Fraktion Die Linke
im Sächsischen Landtag
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden, Sachsen
Telefon 0351 4935800
E-Mail linksfraktion@slt.sachsen.de
Oder schreibe uns auf unseren Social-Kanälen: