VW: Entscheidend ist, dass Industriejobs gesichert werden - gucken die Ost-Beschäftigten in die Röhre?

Wirtschaftsminister Dirk Panter hat sich heute im Landtag zur Situation bei Volkswagen geäußert. Wir reden über 120 Jahre Automobilbautradition in Sachsen! Volkswagen ist ein industrieller Taktgeber. Wenn dieser Motor stottert, trifft das sofort auch Zulieferer, Dienstleister und kommunale Strukturen. Die Landespolitik darf nicht zusehen.

Die VW-Beschäftigten erleben, dass die Standorte nicht mehr sicher sind, sondern als Verhandlungsmasse behandelt werden - von einem Konzern, der groß ist im Boni ausschütten und Produktion verlagern, aber klein, wenn es ums Investieren geht. Da kann der Osten schon mal hinten runterfallen.

Jetzt will der Konzern die Integration der sächsischen Werke in den Mutterkonzern verschieben. Das ist ein skrupelloser Bruch eines Tarifvertrags! Das wird mit fadenscheinigen technischen Argumenten begründet. Wer sich umhört, weiß ganz genau: Wenn Zwickau im Mutterkonzern die gleichen Kniffe in der Bilanz anwenden könnte wie Wolfsburg, dann würde Zwickau in der Debatte um die Stückkosten im Konzernvergleich deutlich besser dastehen. Damit das aufhört, wurde die Integration in den Mutterkonzern vereinbart. Dass VW über Standortabbau nachdenkt, ist bekannt. Damit wird vorbereitet, dass ostdeutsche Beschäftigte in die Röhre gucken, während man sich in Wolfsburg die Bilanzen schönrechnet.

Für die Belegschaften heißt das: weniger Planbarkeit, mehr Druck, mehr Angst um die Familie und die eigenen Lebenspläne. Lebenspläne, für die manche seit Jahrzehnten am Band den Buckel krumm machen. Dass ein Westkonzern so mit seinen Ostbeschäftigten umgeht, ist unter aller Sau, aber leider auch nichts Neues. Mit Niedersachsen ist ein Westbundesland der zweitgrößte VW-Aktionär.

Wirtschaftsminister Dirk Panter bringt chinesische Investoren ins Spiel. Offenheit ist das eine, wir warnen aber vor Naivität. Wer chinesische Investoren nur als Heilsbringer sieht, ignoriert Konfliktpotential. Das zeigte der Arbeitskampf bei SRW metalfloat Espenhain. Dort berichteten Beschäftigte und Gewerkschaft von harten Auseinandersetzungen mit chinesischen Eigentümern, von Dialogverweigerung und einem Verständnis von Arbeit, das mit unseren Standards unvereinbar ist. Solche Erfahrungen dürfen wir nicht vergessen, wenn wir über Beteiligungen oder Joint Ventures sprechen.

Entscheidend ist, dass Industriearbeitsplätze gesichert werden. Wenn Volkswagen nicht genug investiert, dann muss als Ultima Ratio über Alternativen gesprochen werden. Aber: Das darf nicht auf Kosten von Beschäftigten, Mitbestimmung und regionaler Entwicklung gehen. Wir Sachsen verweigern uns nicht grundsätzlich internationalen Investitionen - aber weder wir noch unsere Beschäftigten dürfen sich die Butter von der Bemme nehmen lassen. Weil das Thema so wichtig ist, haben wir vor kurzem einen weiteren Antrag vorgelegt. Wir gehen davon aus, dass die Koalition bereit ist, darüber im Rahmen des Konsultationsverfahrens zu verhandeln.

Situation bei Volkswagen

Volkswagen ist wichtig für Sachsen.
Die Firma baut seit 120 Jahren Autos hier.
Viele Menschen arbeiten bei Volkswagen.
Wenn es Probleme gibt, leiden auch andere Firmen.
Die Politik darf nicht wegschauen.

Probleme für die Beschäftigten

Die Arbeitsplätze sind nicht sicher.
Die Firma behandelt die Standorte wie Verhandlungsmasse.
Volkswagen zahlt viel Geld an Führungskräfte.
Die Firma verlagert die Produktion.
Der Osten kann dabei verlieren.

Tarifvertrag und Integration

Volkswagen will die sächsischen Werke nicht richtig einbinden.
Das ist ein Bruch vom Tarifvertrag.
Die Firma sagt technische Gründe.
Das stimmt nicht.
Wenn Zwickau wie Wolfsburg rechnen könnte, wäre es besser für Zwickau.

Die Integration sollte das ändern.
Volkswagen denkt über Standortabbau nach.
Das ist schlecht für die Beschäftigten im Osten.
Sie haben weniger Sicherheit und mehr Angst.
Viele arbeiten seit Jahrzehnten am Band.

Ein Westkonzern behandelt Ostbeschäftigte schlecht.
Das ist nicht neu.
Niedersachsen ist ein großer Aktionär bei Volkswagen.

Chinesische Investoren

Wirtschaftsminister Dirk Panter spricht über chinesische Investoren.
Offenheit ist wichtig.
Aber man darf nicht naiv sein.
Bei einer Firma gab es Streit mit chinesischen Eigentümern.
Die Arbeit war dort schwer und anders als hier.

Solche Erfahrungen darf man nicht vergessen.
Man muss vorsichtig sein bei neuen Investoren.

Forderungen und Ausblick

Industriearbeitsplätze müssen gesichert werden.
Volkswagen muss mehr investieren.
Wenn nicht, braucht man Alternativen.
Das darf nicht zu Lasten der Beschäftigten gehen.
Sachsen will keine schlechten Bedingungen für die Beschäftigten.

Die Politik will über das Thema reden.
Es gibt einen neuen Antrag dazu.
Die Koalition soll verhandeln.

 

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