Tag der Wohnungslosen: Die Koalition sollte bereit sein, über eine landesweite Gegenstrategie zu sprechen!

Wir mahnen nicht nur am morgigen Tag der Wohnungslosen: Wohnungslosigkeit ist eine der gravierendsten Formen von Armut und auch in Sachsen ein drängendes Problem. Die Staatsregierung soll eine Landes-Strategie erarbeiten, die Wohnungsnotfällen vorbeugt und den Betroffenen hilft. Die Koalition muss sich bereitfinden, über unsere Initiative zu sprechen.

Darin sollen Angebote für junge Wohnungslose, Frauen, Wohnungslose mit Pflegebedarf oder Suchterkrankung sowie psychisch erkrankte sowie migrantische Wohnungslose entwickelt werden. Notwendig sind Darlehen, mit denen kommunale Ämter bei Mietschulden helfen, zudem aufsuchende Sozialdienste von Wohnungsunternehmen, Housing First-Programme und mehr sozialer Wohnungsbau.

Wir fordern, dass der Bund die geplanten drastischen Kürzungen beim Wohngeld zurücknimmt. Andernfalls würde auch in Sachsen die Gefahr stark wachsen, dass noch mehr Menschen ihre Bleibe verlieren und keine neue finden. Das Statistische Bundesamt zählte Ende Januar im Freistaat 5.590 wohnungslose Menschen, fast die Hälfte ist jünger als 25 Jahre. Laut den Sozialverbänden übernachteten im letzten Jahr 6.885 Personen in Einrichtungen der sächsischen Wohnungslosenhilfe. Die Dunkelziffer ist hoch. Wer keine Wohnung hat, kann sich nicht vor Wind und Wetter, vor Erkrankungen oder Gewalt schützen.

Annähernd die Hälfte der Betroffenen verlieren ihre Wohnung wegen Mietschulden oder Kündigung, weitere Gründe sind Schicksalsschläge oder Erkrankungen. Sind Menschen wohnungslos, dauert es in der Regel sehr lange, bis sie eigenen Wohnraum finden. Prävention ist also entscheidend. Dazu gehören besserer Mieterschutz, der Kampf gegen Armut und soziale Anlaufstellen, die Menschen in schwierigen Lebenslagen zur Seite stehen. Die Diakonie weist auch zu Recht darauf hin, dass Betroffene vor hohen bürokratischen Hürden stehen, wenn sie Hilfeleistungen beantragen wollen. Die Digitalisierung verschärft dieses Problem, weil vielen Betroffenen das nötige Gerät fehlt.

Sachsen ist übrigens eines von nur drei Bundesländern, in denen Wohnungslose bei Kommunal- und Landtagswahlen nicht wählen dürfen. Andere Bundesländer ermöglichen unkompliziert die Aufnahme ins Wählerverzeichnis, stellen Vordrucke zur Verfügung und lassen „Sammelanträge“ zu. Auch Wohnungslose haben eine Stimme!

Wohnungslosigkeit in Sachsen

Wohnungslosigkeit ist ein großes Problem in Sachsen.
Viele Menschen haben keine Wohnung.
Das ist eine schwere Form von Armut.

Landes-Strategie gegen Wohnungslosigkeit

Die Regierung soll eine Strategie machen.
Die Strategie soll helfen und Wohnungslosigkeit verhindern.
Sie soll Angebote für verschiedene Gruppen machen.
Zum Beispiel für junge Menschen und Frauen.
Auch für Menschen mit Pflegebedarf oder Suchterkrankung.

Die Strategie soll auch Menschen mit psychischen Krankheiten und Migranten helfen.
Es soll Darlehen geben für Mietschulden.
Sozialdienste sollen zu den Menschen gehen.
Es soll mehr sozialer Wohnungsbau geben.

Gefahr durch Kürzungen beim Wohngeld

Der Bund will das Wohngeld kürzen.
Das ist schlecht für wohnungslose Menschen.
Dann verlieren mehr Menschen ihre Wohnung.
In Sachsen sind 5.590 Menschen wohnungslos.
Fast die Hälfte ist jünger als 25 Jahre.

Im letzten Jahr schliefen 6.885 Menschen in Hilfs-Einrichtungen.
Viele Menschen ohne Wohnung melden sich nicht.
Wohnungslose sind oft krank oder erleben Gewalt.
Sie brauchen Schutz vor Wind und Wetter.

Gründe für Wohnungslosigkeit

Viele verlieren ihre Wohnung wegen Mietschulden.
Andere verlieren sie wegen Kündigung oder Schicksalsschlägen.
Erkrankungen sind auch ein Grund.
Es dauert lange, bis wohnungslose Menschen eine neue Wohnung finden.

Prävention ist wichtig.
Mieterschutz muss besser werden.
Armut muss bekämpft werden.
Soziale Anlaufstellen sollen helfen.
Bürokratische Hürden machen Hilfe schwer.

Die Digitalisierung macht das Problem größer.
Viele wohnungslose Menschen haben kein Gerät für digitale Hilfe.

Wahlrecht für Wohnungslose

In Sachsen dürfen Wohnungslose nicht wählen.
Nur drei Bundesländer machen das so.
Andere Bundesländer helfen Wohnungslosen beim Wählen.
Sie geben Vordrucke und erlauben Sammelanträge.
Wohnungslose haben eine Stimme.

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