Schnelle Schließung der Geburtshilfe und Gynäkologie in Kamenz rechtlich prüfen!

Der private Betreiber des Kamenzer Krankenhauses hat angekündigt, schon zu Ende Mai die dortige Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe in Kamenz zu schließen. Das wird die Gesundheitsversorgung stark beeinträchtigen. Innerhalb weniger Wochen soll eine wichtige Versorgungsstruktur verschwinden, auf die Familien, Schwangere und Beschäftigte angewiesen sind. Das ist weder verantwortungsvoll noch akzeptabel.

Schwangere aus der Region, die im Krankenhaus entbinden möchten, müssen künftig nach Dresden oder Hoyerswerda fahren. Aus Kamenz sind das 50 beziehungsweise 30 Minuten Autofahrt. Die Schließung bedeutet längere Wege, mehr Unsicherheit und im Ernstfall ein reales Risiko für die Versorgung.

Dass ein privater Krankenhausbetreiber eine so weitreichende Entscheidung praktisch im Alleingang und mit dieser Geschwindigkeit trifft, zeigt ein grundlegendes Problem: Gesundheitsversorgung darf nicht von Renditeerwartungen abhängen. Geburtshilfe ist keine betriebswirtschaftliche Größe. Wir unterstützen die Forderung nach einem Moratorium. Es ist Zeit nötig, um Alternativen zu prüfen. Die Staatsregierung muss offenlegen, welche Möglichkeiten sie geprüft hat und welche Verantwortung sie für die Sicherstellung wohnortnaher Versorgung übernimmt. Insbesondere muss sofort rechtlich geprüft werden, ob eine so zügige Schließung überhaupt rechtens ist.

Die Menschen vor Ort haben jedes Recht, sich gegen den Abbau medizinischer Infrastruktur zu wehren. Die Linke steht an der Seite der Beschäftigten, der Familien und aller Bürgerinnen und Bürger, die sich für den Erhalt der Geburtshilfe und Gynäkologie in Kamenz einsetzen. Geburtshilfe muss flächendeckend angeboten werden, auch wenn sie - zumal in einer Zeit niedriger Geburtenraten - ein Verlustgeschäft ist. Jede Frau hat das Recht, den Geburtsort frei zu wählen.

Schließung der Klinik

Die Klinik für Geburtshilfe und Frauen-Heilkunde in Kamenz schließt Ende Mai.
Das Krankenhaus gehört einem privaten Betreiber.
Die Schließung ist schnell und ohne viel Zeit.
Das ist schlecht für die Gesundheits-Versorgung.

Folgen für Schwangere

Schwangere müssen nach Dresden oder Hoyerswerda fahren.
Das sind 50 oder 30 Minuten mit dem Auto.
Die Wege werden länger und unsicherer.
Das kann im Notfall gefährlich sein.

Problem mit privatem Betreiber

Der Betreiber entscheidet allein und schnell.
Gesundheits-Versorgung darf nicht vom Geld abhängen.
Geburtshilfe ist keine Geld-Sache.

Forderung nach Prüfung

Es soll eine Pause geben, um andere Lösungen zu finden.
Die Staats-Regierung soll sagen, was sie geprüft hat.
Sie soll zeigen, wie sie die Versorgung sicher macht.
Die schnelle Schließung soll rechtlich geprüft werden.

Unterstützung der Menschen

Die Menschen vor Ort dürfen sich wehren.
Die Linke hilft den Beschäftigten und Familien.
Geburtshilfe muss überall angeboten werden.
Jede Frau darf den Ort für die Geburt frei wählen.

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