Ost-West-Gefälle bei Erbschaften zeigt die Spaltung unseres Landes – Schlupflöcher schließen und Lohnniveau erhöhen!
Das Statistische Bundesamt hat neue Zahlen zu Erbschaften und Schenkungen vorgelegt, die über den Freibeträgen lagen und damit steuerpflichtig sind. 2025 fanden 95 Prozent dieser Vermögensübertragungen in Westdeutschland statt, wo etwa 143 Milliarden Euro transferiert wurden. In Ostdeutschland und Berlin waren es nur acht Milliarden Euro. Das so vererbte und verschenkte Vermögen betrug in Ostdeutschland etwa 500 Euro pro Kopf, in Westdeutschland waren es etwa 2.100 Euro.
Wenige Zahlen zeigen die Spaltung unseres Landes so deutlich wie die zu den Erbschaften. Die Vermögensunterschiede sind riesig, obwohl seit der staatlichen Einheit fast 40 Jahre vergangen sind. Im Osten gibt es kaum Menschen, die ein nennenswertes Vermögen an ihre Kinder und Enkel weitergeben können – die allermeisten, die dazu in der Lage sind, stammen aus Westdeutschland.
Die meisten Erbschaften und Schenkungen liegen unterhalb des Freibetrags, der etwa für Ehepartner bei 500.000 und bei Kindern bei 400.000 Euro liegt. Von solchen Summen können wohl in beiden Landesteilen die meisten Menschen nur träumen. Während man im Westen durchaus viele Menschen findet, die ein solches Vermögen weitergeben können, muss man sie im Osten mit der Lupe suchen. Hier sind die Löhne und Alterseinkünfte geringer, und nicht zuletzt die hohen Pflege-Eigenanteile führen in vielen Fällen dazu, dass die finanzielle Lebensleistung aufgezehrt werden muss.
Wer das Glück hat, ein enormes Vermögen zu erwerben, schafft das in aller Regel komplett leistungslos durch Erbschaft. Es ist auch deshalb gerechtfertigt, Reichtum zu begrenzen, damit kein Kind mehr in Armut aufwächst, alle von ihrer Arbeit leben können und im Alter keine Geldsorgen haben. Große Vermögen, hohe Einkommen und enorme Erbschaften müssen gerecht besteuert werden. Zudem ist es unerlässlich, Steuerschlupflöcher zu schließen, auch damit riesige Vermögen nicht steuerfrei weitergegeben werden können – etwa durch die „Verschonungsbedarfsprüfung“.
Hingegen sollen alle die Chance haben, im Laufe ihres Lebens ein Vermögen aufzubauen. Der richtige Umgang mit Geld sollte Teil der Lehrpläne werden. Vor allem kommt es aber darauf an, das Lohnniveau in Ostdeutschland zu verbessern. Dazu wollen wir mit aktiver Industriepolitik, höherer Tarifbindung und einem Vergabegesetz beitragen, das öffentliche Aufträge an eine anständige Bezahlung knüpft.
Erbschaften in Deutschland
Das Statistische Bundesamt hat neue Zahlen zu Erbschaften veröffentlicht.
95 Prozent der Erbschaften sind in Westdeutschland.
Dort wurden 143 Milliarden Euro vererbt.
In Ostdeutschland und Berlin waren es nur 8 Milliarden Euro.
Das Vermögen pro Person ist im Westen viel höher als im Osten.
Unterschiede zwischen Ost und West
Die Zahlen zeigen die Spaltung unseres Landes.
Im Osten gibt es wenig Menschen mit viel Vermögen.
Im Westen gibt es viele Menschen mit viel Vermögen.
Seit fast 40 Jahren ist Deutschland wieder vereint.
Trotzdem sind die Unterschiede groß.
Freibeträge bei Erbschaften
Viele Erbschaften sind kleiner als der Freibetrag.
Der Freibetrag für Ehepartner ist 500000 Euro.
Für Kinder ist der Freibetrag 400000 Euro.
Die meisten Menschen können solche Summen nicht vererben.
Im Osten sind die Löhne und Renten niedriger als im Westen.
Warum Vermögen gerecht besteuert werden muss
Vermögen entsteht oft durch Erbschaft ohne Arbeit.
Reichtum soll begrenzt werden.
Kein Kind soll in Armut leben.
Alle sollen von ihrer Arbeit leben können.
Große Vermögen müssen gerecht besteuert werden.
Steuerschlupflöcher schließen
Steuerschlupflöcher erlauben Steuerfreiheit bei Erbschaften.
Das ist ungerecht.
Solche Schlupflöcher müssen geschlossen werden.
Zum Beispiel die Verschonungsbedarfsprüfung.
Vermögen aufbauen und Löhne erhöhen
Jeder soll die Chance haben, Vermögen aufzubauen.
Der Umgang mit Geld soll in der Schule gelehrt werden.
Das Lohnniveau im Osten soll steigen.
Dafür braucht es Industriepolitik und Tarifverträge.
Öffentliche Aufträge sollen an gute Bezahlung gebunden sein.
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