Nicht nur Theater und Orchester sichern, sondern die gesamte Kultur­landschaft

Heute hat der Landtag über die sächsischen Theater und Orchester debattiert. Deren Lage ist ernst: Tarifsteigerungen, Betriebskosten und überlastete Kommunalhaushalte treffen viele Häuser gleichzeitig. Wenn der Freistaat kürzt, geht es nicht um ein paar Aufführungen weniger, sondern um Strukturen, die sich nach einer Schließung kaum wieder aufbauen lassen. Die Häuser müssen gesichert werden.

Jenseits davon dürfen wir nicht vergessen, dass Sachsens Kulturlandschaft weitaus mehr umfasst, etwa die Soziokultur. Selbst der Deutsche Bühnenverein fordert eine auskömmliche Finanzierung der Kulturstiftung und der freien Szene. Denn eine Theaterproduktion entsteht nicht im luftleeren Raum: Sie braucht freie Künstlerinnen und Künstler, Nachwuchs und kulturelle Bildung. Nehmen wir „Sohland lebt!“ in der Oberlausitz: Das Dorfcafé bietet Konzerte, Lesungen und Begegnungen. Die Kulturstiftung fördert das Programm seit 2026 für drei Jahre mit jährlich 30.000 Euro. Diese überschaubare Summe macht vor Ort einen erheblichen Unterschied. Nun plant die Staatsregierung, die Mittel der Kulturstiftung im Doppelhaushalt ungefähr zu halbieren. Planungssicherheit würde anders aussehen.

Das Kulturraumgesetz ist eine sächsische Errungenschaft, Kulturpflege ist kommunale Pflichtaufgabe, Förderung unabhängig von Trägerschaft und Rechtsform möglich.
Nur was hilft diese Offenheit, wenn Kommunen ihren Anteil nicht aufbringen können oder die Mittel längst gebunden sind? Deshalb muss der Freistaat mehr Verantwortung übernehmen. Wir wollen unabhängige Kulturorte, an denen gestritten, experimentiert und widersprochen werden darf. Deren Förderung muss Unabhängigkeit ermöglichen.

Theater und Orchester sichern

Der Landtag spricht über Theater und Orchester in Sachsen.
Viele Häuser haben große Probleme.
Die Kosten steigen und die Kommunen haben wenig Geld.
Wenn der Staat weniger Geld gibt, schließen Häuser.
Dann kann man sie kaum wieder öffnen.

Mehr als Theater und Orchester

Kultur ist mehr als Theater und Orchester.
Es gibt auch Soziokultur.
Der Deutsche Bühnenverein sagt, die Kulturstiftung braucht mehr Geld.
Theater brauchen freie Künstler und Nachwuchs.
Kulturelle Bildung ist wichtig.

Beispiel Sohland lebt

In Sohland gibt es ein Dorfcafé.
Dort gibt es Konzerte und Lesungen.
Die Kulturstiftung gibt seit 2026 Geld für das Programm.
Sie gibt 30.000 Euro pro Jahr für drei Jahre.
Das Geld hilft vor Ort sehr.

Gefahr durch Kürzungen

Die Staatsregierung will das Geld für die Kulturstiftung halbieren.
Das macht die Planung schwer.
Kultur braucht sichere Geld-Quellen.

Kulturraumgesetz und Verantwortung

Das Kulturraumgesetz schützt die Kultur in Sachsen.
Kultur ist Aufgabe der Kommunen.
Der Staat kann auch fördern, egal wer die Kultur macht.
Viele Kommunen haben aber kein Geld.
Der Staat muss mehr helfen.

Unabhängige Kulturorte

Wir wollen Orte für freie Kultur.
Dort darf man streiten und Neues ausprobieren.
Die Förderung muss die Freiheit der Kultur sichern.

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