Mehr Azubi-­Wohnheime in Sachsen schaffen

Mehr Azubi-­Wohnheime in Sachsen schaffen

Auszubildende sind besonders von Wohnarmut betroffen. Das zeigt eine Studie des Paritätischen Gesamtverbandes: Ausbildungsvergütung und BAföG sind zu niedrig, um die steigenden Wohnkosten zu stemmen. Mit einem neuen Antrag will die Linksfraktion Auszubildende unterstützen, die keine bezahlbare Wohnung finden.

Wer studiert, erhält mitunter Hilfe von den Studierendenwerken, wenn sich keine bezahlbare Bleibe findet. Die Wartelisten sind freilich lang. Auszubildende stehen hingegen im Regelfall alleine da: Wenn sie nicht mehr bei den Eltern leben können oder wollen, leiden sie unter steigenden Mietpreisen. Die Mindestausbildungsvergütung von aktuell 682 Euro im 1. Ausbildungsjahr, 805 Euro im 2. Ausbildungsjahr, 921 Euro im 3. Ausbildungsjahr und 955 Euro im 4. Ausbildungsjahr reicht in vielen Städten kaum noch für die Wohnkosten, die Lebenshaltungskosten und Mobilität. Wohnraum mit guter Anbindung an Ausbildungsbetrieb und Berufsschule ist vielerorts teuer. Wir wollen verhindern, dass Azubis in die Armutsfalle geraten oder lange Wege auf sich nehmen müssen. Sachsen braucht dringend gut ausgebildete Fachkräfte. Erschwinglicher Wohnraum für Auszubildende ist ein zentraler Standortfaktor! Wir wollen deshalb mehr Azubi-Wohnheime schaffen.

Wir schlagen dazu eine interministerielle Arbeitsgruppe „Azubi-Wohnen“ vor, die mit dem Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Landkreistag, den Auszubildendenvertretungen, den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern und der Landesärztekammer ein landesweites Konzept für Bau, Sanierung und Betrieb von Azubi-Wohnheimen entwickelt. Eine neue Förderrichtlinie soll die Umsetzung ermöglichen.

Die Mittel, die Sachsen aus dem Bundesprogramm „Junges Wohnen“ erhält, müssen zielgerichtet für Azubi-Wohnen eingesetzt und durch Landesmittel ergänzt werden. Der Ausbau von Azubiwohnheimen erfordert politische Steuerung. Unterstützt werden sollten vor allem öffentliche, kommunale, genossenschaftliche oder gemeinnützige Träger. Kooperationen mit Ausbildungsbetrieben können zusätzliche Kapazitäten schaffen, indem Unternehmen sich an den Kosten beteiligen und dafür Belegungsrechte erhalten. Die Mietbelastung für Auszubildende sollte grundsätzlich ein Viertel der durchschnittlichen Ausbildungsvergütung nicht überschreiten.

2024 brachen in Sachsen 6.218 Auszubildende ihre Lehre ab. Etwa 60 Prozent der arbeitslosen Erwachsenen zwischen 20 und 34 Jahren haben keinen Berufsabschluss. Es ist sehr wichtig, die Ausbildungsbedingungen zu verbessern!

Auszubildende bekommen meist keine Hilfe.
Sie müssen oft alleine eine Wohnung suchen.

Geld reicht nicht für Miete

Die Ausbildungs-Vergütung ist zu niedrig.
Im 1. Jahr sind es 682 Euro.
Im 2. Jahr sind es 805 Euro.
Im 3. Jahr sind es 921 Euro.
Im 4. Jahr sind es 955 Euro.

Das Geld reicht oft nicht für Miete, Essen und Fahrtkosten.
Wohnungen nahe der Arbeit sind teuer.
Viele Azubis müssen weit fahren oder arm leben.

Mehr Azubi-Wohn-Heime schaffen

Sachsen braucht mehr Azubi-Wohn-Heime.
Das hilft den Auszubildenden.
Es ist wichtig für die Fach-Kräfte in Sachsen.
Gute Wohnungen sind ein wichtiger Standort-Faktor.

Die Links-Fraktion will mehr Wohn-Heime bauen.
Sie schlägt eine Arbeits-Gruppe vor.
Diese Gruppe plant neue Wohn-Heime für Azubis.

Arbeits-Gruppe und Förderung

Die Arbeits-Gruppe heißt Azubi-Wohnen.
Sie arbeitet mit vielen Partnern zusammen.
Zum Beispiel mit Gewerkschaften und Kammern.
Sie macht ein Konzept für Bau und Betrieb von Wohn-Heimen.

Es soll eine neue Förderung geben.
Das Geld vom Bundes-Programm Junges Wohnen soll dafür genutzt werden.
Das Land Sachsen gibt auch Geld dazu.

Wer soll helfen

Öffentliche und gemein-nützige Träger sollen helfen.
Auch Kommunen und Genossen-schaften sind wichtig.
Firmen können mit-Helfen und Wohnungen bezahlen.
Dann bekommen sie das Recht, Azubis dort wohnen zu lassen.

Die Miete soll nicht mehr als ein Viertel vom Azubi-Geld sein.
So können Azubis besser wohnen.

Warum das wichtig ist

2024 haben 6.218 Azubis in Sachsen ihre Lehre abgebrochen.
Viele junge Menschen ohne Berufs-Abschluss sind arbeitslos.
Es ist wichtig, die Bedingungen für Azubis zu verbessern.

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