Linksfraktion schlägt Apotheken-Sicherungsplan vor – die Zeit drängt!
Die Zahl der Apotheken in Sachsen sinkt kontinuierlich, vor allem in ländlichen und strukturschwachen Regionen. Der Landtag hat im März bereits einen Antrag der Linksfraktion gegen das Apothekensterben in geänderter Fassung beschlossen, nachdem dieser etwa ein Jahr lang konsultiert worden war. In einem weiteren Schritt schlägt die Linksfraktion jetzt einen Apotheken-Sicherungsplan vor.
Die wirtschaftliche Situation vieler Apotheken ist extrem angespannt. Daher hoffe ich, dass die Koalition diesmal nicht so lange braucht, um unsere Vorschläge zu prüfen und sie bestenfalls mitzutragen. Alle Menschen müssen Zugang zu einer hochwertigen Versorgung haben – das ist eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Unser Antrag schafft die Grundlage, um diese Aufgabe strategisch anzugehen. Er ist auch die Folge aus der Anhörung zu unserer vorhergehenden Initiative.
Der Apotheken-Sicherungsplan verbindet zentrale Ansätze: ein systematisches Monitoring, Förderinstrumente, Maßnahmen zur Fachkräftesicherung sowie die Weiterentwicklung der Rolle, die Apotheken im Gesundheitswesen spielen. Insbesondere Übernahmen, Neugründungen, Filialstrukturen sowie Investitionen in moderne Versorgungs-, Logistik- und Digitalstrukturen müssen unterstützt werden. Mit Modellprojekten wollen wir die Apotheken stärker in die Versorgung einbinden, insbesondere bei Medikationsmanagement, Prävention und der Versorgung chronisch kranker Patientinnen und Patienten.
Für den ländlichen Raum fordern wir neue Ansätze, etwa gezielte Fachkräftebindung und innovative Versorgungsmodelle wie mobile Angebote, erweiterte Botendienste, digitale Beratungsstrukturen sowie Kooperationen mit kommunalen Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen. Neue Steuerungsinstrumente wie eine Landapothekerquote oder verbindliche Versorgungsstandards sollen geprüft werden.
Beim Umgang mit Lieferengpässen wollen wir die Koordination verbessern, um den Apotheken bei der Beschaffung, der Substitution und Organisation von Arzneimitteln zu helfen. Im Bund soll die Staatsregierung eine zeitgemäße Vergütung einfordern und landesrechtliche Spielräume nutzen, um unnötige Bürokratie abzuschaffen – insbesondere bei Dokumentationspflichten, Abrechnungen und Verwaltungsprozessen.
Mit der Einrichtung eines Runden Tisches Arzneimittelversorgung wollen wir nicht zuletzt ein dauerhaftes Koordinierungsinstrument schaffen, das dazu beiträgt, Versorgungsprobleme früh zu erkennen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln.
Apotheken in Sachsen
Die Zahl der Apotheken sinkt in Sachsen.
Das gilt besonders für ländliche Regionen.
Viele Apotheken haben wirtschaftliche Probleme.
Linksfraktion und Landtag
Die Linksfraktion hat einen Antrag gegen das Apothekensterben gemacht.
Der Landtag hat den Antrag im März beschlossen.
Jetzt schlägt die Linksfraktion einen Apotheken-Sicherungsplan vor.
Ziele des Sicherungsplans
Der Plan will Apotheken sichern und fördern.
Er will die Fachkräfte sichern.
Apotheken sollen mehr Aufgaben im Gesundheitswesen bekommen.
Der Plan unterstützt Übernahmen und Neugründungen.
Er fördert moderne Technik und digitale Angebote.
Apotheken sollen bei der Versorgung von kranken Menschen helfen.
Besondere Hilfe für den ländlichen Raum
Der Plan will neue Ideen für den ländlichen Raum.
Fachkräfte sollen dort bleiben.
Mobile Angebote und Botendienste sollen helfen.
Digitale Beratung und Zusammenarbeit mit Pflegeeinrichtungen sind wichtig.
Neue Regeln für Apotheken in ländlichen Gebieten sollen geprüft werden.
Lieferengpässe und Bürokratie
Die Koordination bei Lieferengpässen soll besser werden.
Apotheken brauchen Hilfe bei der Arzneimittel-Beschaffung.
Die Bürokratie soll weniger werden.
Die Staatsregierung soll eine bessere Bezahlung fordern.
Dokumentationen und Abrechnungen sollen einfacher werden.
Runder Tisch Arzneimittelversorgung
Ein Runder Tisch soll Versorgungsprobleme früh erkennen.
Er soll helfen, gemeinsam Lösungen zu finden.
Der Tisch soll dauerhaft arbeiten.
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