Linkes Mietendeckel-Konzept würde auch die Lage der sächsischen Miethaushalte entspannen
Die Linksfraktion im Bundestag hat ihre Initiative für einen Mietenstopp und einen bundesweiten Mietendeckel vorgestellt. Der Antrag schlägt ein zweistufiges Modell vor: Als Sofortmaßnahme wird ein Mietenstopp eingeführt, der über unkomplizierte Anpassungen bundesweit die Entwicklung einfriert, sowohl im Bestand als auch bei neuen Vertragsabschlüssen, differenziert nach angespannten und nicht angespannten Wohnungsmärkten. Der bundesweite Mietendeckel ersetzt im nächsten Schritt langfristig die bisherige Regulierung. Grundlegende Rechtsbegriffe werden verändert, etwa die Mietspiegelberechnung: In sie sollen künftig alle relevanten Werte im jeweiligen Gebiet einfließen, auch Bestands- und Sozialmieten. Zudem werden lokale Obergrenzen festgelegt.
Ein parallel dazu vorgestelltes Gutachten von Prof. Thorsten Kingreen (zum Download unter mietendeckel.dielinkebt.de) kommt zum Ergebnis: Ein bundesweiter Mietendeckel, wie von der Fraktion Die Linke im Bundestag beantragt, ist grundsätzlich mit dem Grundgesetz vereinbar. Mietenstopp und Mietendeckel würden auch sächsischen Haushalten helfen. Es gibt kein Naturgesetz, das überhöhte Wohnkosten verursacht. Der Mietendeckel ist eine juristisch und finanziell machbare Alternative, die dauerhaft bezahlbare Preise garantieren kann. Er würde auch sächsischen Haushalten eine Verschnaufpause bescheren: Schließlich schießen die Mieten in Dresden und Leipzig sowie den umliegenden Landkreisen nach Jahren nach oben. In Leipzig stiegen die Angebotsmieten in den letzten zehn Jahren um 67 Prozent.
Ein von der Staatsregierung in Auftrag gegebenes empirica-Gutachten bestätigt die hohe Belastung und die angespannten Wohnungsmärkte in Dresden und Leipzig, aber auch in Schkeuditz und Rackwitz (Landkreis Nordsachsen), Heidenau (Sächsische Schweiz-Osterzgebirge), Radeburg (Landkreis Meißen) oder Markranstädt (Landkreis Leipzig). Zwar gilt im Freistaat für beide Großstädte die Kappungsgrenze bei Mieterhöhungen im Bestand und die Preisbremse bei Neuvermietungen. Beide Instrumente sind allerdings zu schwach und können die Preisspirale nicht bremsen. Also müssen wirksame Instrumente her, die Entlastung bringen - differenziert nach der Verfasstheit des Wohnungsmarkes. Wir müssen klotzen statt kleckern, beim Sozialwohnungsbau und bei der Regulierung. Wir werden die Initiative unserer Bundestagsfraktion auch in Sachsen voranbringen.
Mietenstopp und Mietendeckel
Die Linksfraktion will einen Mietenstopp und einen Mietendeckel.
Der Mietenstopp soll sofort kommen.
Er friert die Mieten ein.
Der Mietendeckel soll später kommen.
Er ersetzt die alte Regelung.
Neue Regeln für Mieten
Die Regeln für Mieten ändern sich.
Der Mietspiegel zeigt die Preise.
Er soll alle Mieten zeigen.
Auch alte und Sozialmieten.
Es gibt Obergrenzen für Mieten.
Gutachten sagt Ja zum Mietendeckel
Ein Gutachten sagt: Der Mietendeckel passt zum Grundgesetz.
Mietenstopp und Mietendeckel helfen auch in Sachsen.
Mieten sind in Dresden und Leipzig sehr hoch.
In Leipzig sind die Mieten in 10 Jahren um 67 Prozent gestiegen.
Wohnungsmärkte in Sachsen
In Dresden und Leipzig sind die Wohnungsmärkte angespannt.
Auch in Schkeuditz, Rackwitz, Heidenau, Radeburg und Markranstädt ist die Lage schwer.
Es gibt Regeln für Mieterhöhungen.
Diese Regeln sind aber zu schwach.
Sie stoppen die hohen Mieten nicht.
Was jetzt nötig ist
Wir brauchen starke Regeln für Mieten.
Wir brauchen mehr Sozialwohnungen.
Die Linksfraktion will in Sachsen helfen.
Sie will die Initiative voranbringen.
Die Mieten sollen bezahlbar bleiben.
Diesen Beitrag teilen!
Du hast Fragen
oder möchtest einfach reden?
Fraktion Die Linke
im Sächsischen Landtag
Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden, Sachsen
Telefon 0351 4935800
E-Mail linksfraktion@slt.sachsen.de
Oder schreibe uns auf unseren Social-Kanälen: