Konservative dürfen nie wieder Faschisten den Steigbügel halten – Merz muss Kanzler für alle sein

„Rechtsradikale bedrohen mehr als das Stadtbild – gemeinsam die Menschenrechte verteidigen“ – dieses Debattenthema haben wir im Landtag gesetzt. Friedrich Merz hat getönt, noch vor der Sommerpause würden die Deutschen spüren, dass es aufwärts geht. Das war wohl nichts!

Der Kanzler und seine Regierung haben stattdessen Angst und Wut noch gesteigert. Menschen, die keine Arbeit haben, fürchten nach der Abschaffung des Bürgergeldes, in Armut und Obdachlosigkeit zu stürzen. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen wurden durch Rufe nach dem Ende des Pflegegrades 1 verunsichert. Junge Menschen sorgen sich, ob sie zwangsweise zum Militärdienst eingezogen werden.

Merz hat versprochen, dass er die AfD halbieren wird – tatsächlich hat er sie gestärkt. Wenn ein Bundeskanzler einen ähnlichen Ton anschlägt wie die extreme Rechte, dann normalisiert er deren Positionen. Zurecht gehen Menschen gegen das Gerede über das „Stadtbild“ auf die Straße. Statt Bundeskanzler aller Deutschen zu sein, grenzt Merz große Teile der Bevölkerung aus. Auch von Anständigen aus der CDU kam Kritik daran und ich bin dankbar dafür. Sie haben begriffen, dass der Gründungskonsens der CDU aus dem Wissen erwachsen ist, dass Konservative nie wieder Steigbügelhalter von Faschisten sein dürfen.

Selbstverständlich müssen sich alle Menschen ohne Angst in der Öffentlichkeit bewegen können. Aber: Gewalt hat keine Nationalität, keine Religion und keine Hautfarbe. Gerade in Sachsen sind es oft extrem Rechte, die andere bedrohen, verletzen oder sogar töten. Das macht uns Sorgen, wie manch anderes Stadtbild – geschlossene Geschäfte, geschlossene Kneipen, geschlossene Jugendhäuser. Wir sehen junge Leute, die mangels Alternative auf der Straße rumhängen. Wir sehen Obdachlose in der Kälte. Wir sehen alte Menschen, die Pfandflaschen aus Mülleimern ziehen. Es gibt keine Sicherheit ohne soziale Sicherheit! Nur wenn niemand ausgegrenzt wird und in Armut fällt, werden wir friedlich zusammenleben.

Faschisten profitieren, wenn eine Regierung nichts gegen Teuerung unternimmt und die Menschen im Stich lässt. Diese Probleme zu lösen wäre ein Weg, um die AfD in den Umfragen zu halbieren. Wir sind bereit, mit allen demokratischen Parteien daran zu arbeiten, dass Faschisten kurzfristig von der Macht ferngehalten werden und ihnen langfristig der Nährboden entzogen wird.Vor 15 Jahren wurde der damals 19-jährige Kamal Kilade beim Leipziger Hauptbahnhof von zwei Männern attackiert. Er verstarb an den Verletzungen. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass Kamal sterben musste, weil die Täter aus dem organisierten Neonazispektrum einen Ausländer für nicht lebenswert hielten. Kamal gehörte für sie nicht nur nicht ins Stadtbild, sondern nicht zu dieser Gesellschaft. Er ist eines von mindestens 18 Todesopfern rechter Gewalt in Sachsen, von denen nur 11 offiziell anerkannt sind.

Rechte Jugendkultur, Einschüchterung, Gewalt – das ist für viele Menschen in Sachsen Realität, auch im öffentlichen Raum. Die Baseballschlägerjahre scheinen zurückzukehren. Etwa bei Christopher Street Days sind Hasskommentare und rechtsradikale Mobilisierung nicht weit. Unsichtbar sind aber viele rassistische Anfeindungen, die Menschen ertragen müssen, die äußerlich nicht dem Zerrbild des Deutschseins entsprechen. Sie hat der Bundeskanzler pauschal in den Negativfokus gerückt. Auch weil die CDU in vielen Kommunen keine Scheu hat, mit der AfD gemeinsame Sache zu machen, ist das eine Ermutigung von Neonazis und eine Entmutigung für Betroffene. Protest ist wichtig!

 

Gefahr durch Rechtsradikale

Rechtsradikale bedrohen Menschen.
Sie verletzen und töten andere.
Das macht viele Menschen ängstlich.
Wir müssen die Menschenrechte schützen.

Probleme in der Gesellschaft

Viele Menschen haben keine Arbeit.
Sie fürchten Armut und Obdachlosigkeit.
Pflegebedürftige sind verunsichert.
Junge Menschen sorgen sich vor dem Militärdienst.

Kritik an Friedrich Merz

Merz will Kanzler für alle sein.
Er hat versprochen, die AfD zu schwächen.
Aber die AfD ist stärker geworden.
Merz grenzt viele Menschen aus.
Das ist falsch und gefährlich.

Gewalt hat keine Herkunft

Gewalt hat keine Hautfarbe oder Religion.
In Sachsen bedrohen oft Rechte andere Menschen.
Viele Orte sind unsicher und leer.
Es gibt viele arme und obdachlose Menschen.

Soziale Sicherheit ist wichtig

Nur mit sozialer Sicherheit gibt es Frieden.
Niemand darf ausgegrenzt werden.
Die Regierung muss gegen Teuerung helfen.
Das schwächt die Faschisten.

Erinnerung an Kamal Kilade

Kamal Kilade wurde vor 15 Jahren getötet.
Die Täter waren Neonazis.
Sie wollten ihn nicht in der Gesellschaft.
Es gab viele rechte Todesopfer in Sachsen.

Rechte Gewalt und Hass

Rechte Gewalt ist in Sachsen oft.
Viele Menschen erleben Hass und Angst.
Auch bei Festen gibt es rechte Angriffe.
Protest gegen rechte Gewalt ist wichtig.

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