Beratungs­projekte für Geflüchtete in Sachsen stehen vor dem Aus - Sozial­ministerin Köpping steht in der Verantwortung

Zum Jahresende wächst die Befürchtung, dass zentrale Beratungsprojekte für Geflüchtete in Sachsen endgültig schließen müssen. Grund dafür ist der Umgang mit der Förderung nach der Förderrichtlinie Integrative Maßnahmen. In den Verhandlungen zum Doppelhaushalt 2025/26 war das Abwenden der von der Regierung beabsichtigten massiven Kürzungen in diesem Bereich ein zentrales Anliegen der Linksfraktion gewesen. Gemeinsam mit der bündnisgrünen Fraktion war es gelungen, die Ansätze für beide Jahre auf 14,5 Millionen Euro zu heben.

Laut Antwort des Sozialministeriums auf unsere Anfrage (Drucksache 8/4678) werden in der Säule B der Richtlinie - „Integrationsfördernde Einzelprojekte“ - nur knapp 3 Millionen Euro ausgegeben. Die Träger der Fachberatung für queere Geflüchtete und die sachsenweite Perspektivberatung des Sächsischen Flüchtlingsrates haben keinen Zuschlag bekommen. Auch mit der beabsichtigten Novellierung der Förderrichtlinie im kommenden Jahr werden diese Beratungsangebote voraussichtlich keine weitere Chance bekommen.

Wir fordern eine Lösung für die Beratungsprojekte. Diese sind der Anker für schutzsuchende Menschen, damit diese ihre Rechte im Asylverfahrensdschungel kennenlernen und wahrzunehmen können. Und den ihnen zustehenden Schutz und Begleitung zu finden. Es geht vor allem um die queeren Geflüchteten, die in den Angeboten der Vereine RosaLinde, Gerede und LSVD verlässliche Strukturen finden.

Die Beratungsprojekte entlasten staatliche Strukturen und sind für zahlreiche Betroffene existentiell - gerade in kleinen Orten. Denn dort fehlt es an stabilen Unterstützungsnetzwerken und Offenheit in den Behörden.

Es ist ein Armutszeugnis, dass das Sozialministerium den Auftrag des Parlaments aussitzt und keine Verantwortung für diese essentiellen Strukturen übernimmt. Gerade weil die SPD immer wieder hervorhebt, für Integration und insbesondere die Belange von queeren Menschen zu sorgen.

Wir erwarten auch, dass mit der Novellierung der Richtlinie Integrative Maßnahmen stabile, langfristige Förderungen für Beratungsstrukturen geschaffen werden. Integrationsbemühungen brauchen diese Verlässlichkeit und Kontinuität!

Beratungsprojekte für Geflüchtete

Beratungsprojekte für Geflüchtete in Sachsen sollen schließen.
Das Sozialministerium entscheidet darüber.
Die Projekte helfen Geflüchteten bei ihren Rechten.
Sie sind wichtig für den Schutz der Menschen.

Finanzierung der Projekte

Die Regierung will weniger Geld geben.
Die Linksfraktion hat mehr Geld gefordert.
Sie bekam 14,5 Millionen Euro für 2025 und 2026.
Nur 3 Millionen Euro werden für einzelne Projekte ausgegeben.

Betroffene Beratungsangebote

Beratungen für queere Geflüchtete bekommen kein Geld.
Auch die Perspektivberatung vom Flüchtlingsrat bekommt kein Geld.
Die Projekte RosaLinde, Gerede und LSVD helfen queeren Geflüchteten.

Wichtigkeit der Beratungsprojekte

Die Beratungen helfen Menschen in kleinen Orten.
Dort gibt es wenig Unterstützung und Offenheit.
Die Projekte entlasten auch den Staat.

Forderungen an das Sozialministerium

Das Sozialministerium soll Verantwortung übernehmen.
Es soll die Beratungsprojekte weiter fördern.
Die SPD sagt, sie will Integration und queere Menschen unterstützen.
Die Förderung soll stabil und langfristig sein.

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