Jedes Kind hat das Recht auf eine sichere Geburt nahe seinem Zuhause - fraktionsübergreifender Antrag zur Geburtshilfe
Die Fraktionen von CDU, SPD, Grünen und Linken setzen zur nächsten Plenarsitzung ihren Antrag „Sichere Geburt in Sachsen gewährleisten - Geburtshilfe im ländlichen Raum sichern - gemeinsam Strategien entwickeln“ auf die Tagesordnung. Das Papier basiert auf einer Initiative der Linksfraktion vom April 2026 sowie einem Antrag der Grünen-Fraktion.
Die Geburtshilfestation am St. Johannes Krankenhaus Kamenz soll zum Jahresende schließen, die im Erzgebirgsklinikum Zschopau Mitte des nächsten Jahres. Sachsen darf nicht noch mehr Kreißsäle verlieren, ohne Alternativen zu schaffen. 1991 gab es im Freistaat 54 Krankenhäuser mit Entbindungsstation, heute sind es nur noch 34. Das sorgt in vielen Gebieten für lange Wege, obwohl es auf jede Minute Fahrzeit ankommen kann. Auch wenn die Geburtenzahl sinkt, verdienen alle Familien im ganzen Land die Sicherheit, dass sie rechtzeitig eine qualifizierte Einrichtung erreichen können. Jedes Kind hat das Recht auf eine sichere Geburt in der Nähe seines Zuhauses.
Um das in Zukunft zu gewährleisten, muss die Staatsregierung eine Strategie für sichere Geburtshilfe entwickeln. Dazu wollen wir die Staatsregierung beauftragen, die Versorgungslage umfassend zu analysieren. Wir müssen die Angebote erhalten und nötigenfalls ergänzen, beispielsweise um hebammengeleitete Einrichtungen, Geburtshäuser, Modellprojekte oder regionale Kooperationsmodelle zwischen stationärer und außerklinischer Geburtshilfe. Die Hebammenkoordinierungsstelle leistet bereits unverzichtbare Arbeit.
Wie überall im Gesundheitsbereich gilt es, die Expertise des gesamten Personals zu nutzen und die Zusammenarbeit auszubauen, auch die von Hebammen, Entbindungspflegern sowie Ärztinnen und Ärzten. Arbeitsbedingungen, Fachkräftegewinnung und Fachkräftebindung müssen besser werden, insbesondere für Hebammen, die wieder in den Beruf einsteigen oder sich weiter qualifizieren wollen. Der Rettungsdienst muss ebenfalls in die Überlegungen einbezogen werden. Die Familien müssen von der Schwangerschaft über die Geburt bis ins Wochenbett und über die Stillzeit hinweg kompetent betreut werden.
Aus wirtschaftlicher Sicht ist Geburtshilfe ein Verlustgeschäft, die Finanzierung ist Bundessache. Es ist sehr wichtig, dass künftig nicht mehr Kostengründe den Ausschlag geben, sondern das Wohl der Familien, der Schwangeren und insbesondere der Kinder!
Recht auf sichere Geburt
Jedes Kind hat das Recht auf eine sichere Geburt.
Die Geburt soll nahe am Zuhause sein.
Antrag im Landtag
Die Fraktionen CDU, SPD, Grüne und Linke machen einen Antrag.
Der Antrag heißt sichere Geburt in Sachsen sichern.
Sie wollen die Geburtshilfe im ländlichen Raum verbessern.
Schließung von Krankenhäusern
Das Krankenhaus Kamenz schließt Ende des Jahres.
Das Krankenhaus Zschopau schließt nächstes Jahr.
Sachsen verliert viele Kreißsäle.
Früher gab es 54 Krankenhäuser mit Geburtshilfe.
Heute gibt es nur noch 34.
Viele Familien haben lange Wege zum Krankenhaus.
Das ist gefährlich bei der Geburt.
Alle Familien sollen rechtzeitig eine gute Hilfe bekommen.
Strategie für Geburtshilfe
Die Regierung soll eine Strategie für sichere Geburt machen.
Sie soll die Lage genau untersuchen.
Die Angebote sollen erhalten und verbessert werden.
Es soll mehr Hebammen-Geleitete Einrichtungen geben.
Auch Geburtshäuser und Modell-Projekte sind wichtig.
Die Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern und Hebammen soll besser werden.
Zusammenarbeit und Fachkräfte
Alle Fachkräfte sollen gut zusammenarbeiten.
Hebammen, Ärzte und Entbindungspflegekräfte sind wichtig.
Die Arbeits-Bedingungen sollen besser werden.
Hebammen sollen leichter wieder arbeiten können.
Sie sollen sich weiterbilden können.
Der Rettungsdienst soll mitarbeiten.
Betreuung der Familien
Familien sollen gut betreut werden.
Das gilt von der Schwangerschaft bis zur Stillzeit.
Die Betreuung soll kompetent sein.
Finanzierung der Geburtshilfe
Geburtshilfe kostet mehr Geld als sie einbringt.
Das Geld kommt vom Bund.
Die Kosten dürfen nicht wichtiger sein als das Wohl der Familien.
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