Hat Sachsens Polizei ihr Munitions-­Erfassungsproblem im Griff?

Bei der sächsischen Polizei ist es zu weiteren Ungereimtheiten bei der „ordnungsgemäßen Bestandsführung“ über Munition gekommen. Laut Innenminister Armin Schuster sei anhand „tiefgreifenderer Überprüfungen“ zuletzt der Verbleib von 572 Patronen unklar gewesen.

Inzwischen habe sich herausgestellt, dass es sich um „Buchungsdifferenzen“ gehandelt habe. Darüber hinaus hätten 32 Stück Trainingsmunition gefehlt. Auch dazu sei die Aufklärung gelungen: Grund für das Verschwinden sei die „Entnahme des Munitionsherstellers zu qualitativen Testzwecken“ gewesen. Eine unbefugte Entnahme habe „ausgeschlossen“ werden können. Die Rede ist nun von „unzureichenden Verwendungsnachweisen“, die man korrigiert habe. Eine frühere Linken-Anfrage zur Polizeimunition hatte sogenannte Buchungsdifferenzen im Umfang mehrerer Tonnen ergeben.

Zwischenzeitlich hat es einen weiteren Vorfall gegeben: Ende 2025 wurde bei Hainichen zufällig ein gefülltes Gewehrmagazin gefunden, das rund zwei Wochen zuvor eine Bereitschaftspolizei-Einheit „verloren“ hatte. Doch zu den näheren Umständen macht der Innenminister überraschenderweise keine Angaben, obwohl dazu inzwischen aussagekräftigte dienstliche Prüfergebnisse vorliegen dürften. Offenbar fehlte auch in diesem Fall der Überblick über den eigenen Bestand und misslangen obligatorische interne Kontrollen: Selbst fiel der Polizei gar nicht auf, dass ihr ein komplettes Magazin mit scharfer Munition fehlt. Das Schweigen des Innenministers lässt vermuten, dass er dieses Problem weder im Griff noch Interesse an transparenter Aufklärung hat.

Probleme bei der Polizei

Die Polizei in Sachsen hat Probleme mit der Munition.
Sie weiß nicht genau, wie viel Munition sie hat.
Das nennt man Munitions-Erfassung.

Unklare Munition

572 Patronen waren unklar.
Die Polizei wusste nicht, wo sie sind.
Später stellte sich heraus, dass es Buchungsfehler waren.

Fehlende Trainingsmunition

32 Stück Trainingsmunition fehlten.
Die Munition war für Tests vom Hersteller genommen.
Die Polizei sagt, niemand hat die Munition gestohlen.

Frühere Probleme

Früher gab es große Buchungsfehler bei der Munition.
Diese Fehler waren sehr groß.
Sie betrafen mehrere Tonnen Munition.

Verlorenes Gewehrmagazin

Ende 2025 fand man ein verlorenes Gewehrmagazin.
Das Magazin war scharf und voll.
Die Polizei hatte es zwei Wochen vorher verloren.

Fehlende Informationen

Der Innenminister sagt wenig zu dem Vorfall.
Die Polizei hat den Überblick über die Munition verloren.
Interne Kontrollen haben nicht funktioniert.

Fazit

Die Polizei hat Probleme mit der Munition.
Sie hat die Probleme noch nicht ganz gelöst.
Der Innenminister will nicht alles erklären.

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