Fraktionsübergreifender Beschluss zur Geburtshilfe - allen Müttern und ihren Kindern Sicherheit geben

Der Landtag hat einen fraktionsübergreifenden Antrag zur Geburtshilfe beschlossen, für den die Linksfraktion mit einer Initiative im April den Impuls gesetzt hatte. Grundlage war zudem ein einige Wochen später eingereichter Antrag der Grünen.

Die Geburtenzahl steigt gewiss nicht dadurch, dass der Staat Geburten erschwert und Risiken erhöht. Wenn die Wehen einsetzen, sollen werdende Mütter mit der Gewissheit losfahren, rechtzeitig an einer geeigneten Geburtsstätte anzukommen. Dabei zählt jede Minute. Gesetzliche Vorgaben gibt es nicht, als Maßstab dient lediglich eine Zielvorgabe von 40 Auto-Fahrminuten. Die können sehr lang werden: In Grimma und Erlabrunn wurden Geburtsstationen geschlossen, in Kamenz wurde das angekündigt. In Zschopau soll die Geburtsstation 2027 dichtmachen - die nächsten Kliniken mit Geburtsstation sind in Chemnitz und Annaberg. Der Weg dorthin dauert unter Idealbedingungen je 35 Minuten. Bei Schnee und Eis, Nebel oder Stau wird er sehr schnell doch länger dauern.

Im April haben wir als Linksfraktion die Debatte angestoßen - mit unserem Antrag „Hebammenversorgung sachsenweit sicherstellen“. Da war noch nicht bekannt, dass das privat geführte Kamenzer Klinikum seine Geburtsstation schließen will. Auf unserer Initiative baut dieser wichtige fraktionsübergreifende Antrag auf. Es ist wichtig, dass wir eine Strategie entwickeln. Alle beteiligten Professionen arbeiten mit, auch Hebammen und Mitglieder des Krankenhausplanungsausschusses sowie der Rettungsdienst. Um Angebote zu erhalten, sind verschiedene Lösungen möglich: regionale Kooperation zwischen stationärer und außerklinischer Geburtshilfe, hebammengeleitete Einrichtungen oder die Einbindung von Rettungsdiensten, indem Hebammen mitfahren.

Wenn eine Geburtsstation schließen muss, aber vor Ort eine Alternative entsteht, dann wäre die Unsicherheit geringer. Deshalb haben wir seit langem eine Strategie für die Geburtshilfe gefordert. Unser Einsatz gilt vor allem den Hebammen, deren Arbeit oft nicht genug unterstützt wird. Wir haben einen Änderungsantrag zum Doppelhaushalt gestellt, der ihnen mit einem Gründungszuschuss in die Selbstständigkeit hilft. Auch die Hebammenkoordinierungsstelle wollen wir besser ausstatten, denn sie trägt viel dazu bei, Strukturen zu analysieren und sie weiterzuentwickeln.

Gesundheit darf nicht von kommerziellen Interessen abhängen, erst recht nicht die von Müttern und ihren Neugeborenen. Geburtshilfe wird derzeit so finanziert, dass sie aus wirtschaftlicher Sicht ein Verlustgeschäft ist. Auch wir als Linke wollen ein effizientes Gesundheitswesen. Effizienz muss aber vor allem an der Versorgungsqualität gemessen werden, nicht am Profit. Ein Lösungsansatz wäre es, wenn der Bund die Vorhaltefinanzierung der Geburtshilfe weiterentwickelt.


Sicherheit für Mütter und Kinder

Mütter sollen sicher zur Geburt fahren.
Sie müssen rechtzeitig ankommen.
Es gibt keine festen Regeln für die Fahrzeit.
Die Fahrzeit soll nicht länger als 40 Minuten sein.
Manchmal dauert die Fahrt länger wegen Schnee oder Stau.

Schließung von Geburtsstationen

In Grimma und Erlabrunn sind Geburtsstationen zu.
In Kamenz wird die Station bald geschlossen.
In Zschopau schließt die Station 2027.
Die nächsten Kliniken sind 35 Minuten entfernt.

Initiative der Linksfraktion

Die Linksfraktion hat die Debatte im April gestartet.
Sie will die Hebammenversorgung in ganz Sachsen sichern.
Die Schließung in Kamenz war damals noch nicht bekannt.
Der neue Antrag baut auf der Initiative auf.

Strategie für Geburtshilfe

Alle wichtigen Gruppen arbeiten zusammen.
Hebammen und Rettungsdienste sind dabei.
Es gibt verschiedene Lösungen für die Geburtshilfe.
Zum Beispiel Zusammenarbeit zwischen Kliniken und Hebammen.

Alternativen bei Schließungen

Wenn eine Station schließt, soll es eine Alternative geben.
Das verringert die Unsicherheit für Mütter.
Die Linksfraktion fordert eine Strategie für Geburtshilfe.

Unterstützung für Hebammen

Hebammen brauchen mehr Unterstützung.
Es gibt einen Antrag für einen Gründungszuschuss.
Die Hebammenkoordinierungsstelle soll besser arbeiten können.
Sie hilft, die Geburtshilfe zu verbessern.

Finanzierung der Geburtshilfe

Gesundheit darf nicht vom Geld abhängen.
Geburtshilfe kostet mehr als sie einbringt.
Die Linksfraktion will gute Versorgung, nicht Profit.
Der Bund soll die Finanzierung verbessern.

Diesen Beitrag teilen!

Zurück

Du hast Fragen
oder möchtest einfach reden?

Fraktion Die Linke
im Sächsischen Landtag

Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Telefon 0351 4935800
E-Mail

Zum Kontaktformular

Oder schreibe uns auf unseren Social-Kanälen:

Schließen

KONTAKT

Fraktion Die Linke
im Sächsischen Landtag

Bernhard-von-Lindenau-Platz 1
01067 Dresden

Telefon 0351 4935800
E-Mail

Hier geht es zum Kontakt