Ein Jahr NSU-Dokumentationszentrum „Offener Prozess“ - Ein wichtiger Beitrag zur Erinnerung und für Engagement
Das NSU-Dokumentationszentrum „Offener Prozess“ in Chemnitz wurde im Mai des letzten Jahres eröffnet.
Das Beste wäre es, es brauchte einen solchen Ort nicht. Doch nach dem was geschehen ist, ist die Einrichtung des Dokumentationszentrums in Chemnitz, also einem zentralen Punkt des NSU, ein wichtiger Beitrag zur Erinnerung und für Engagement. Aktuelle Ereignisse zeigen auf, dass es beides dringend braucht.
Was ausging von Sachsen war bislang beispiellos: Über Jahre konnte der „Nationalsozialistische Untergrund“ tun, was sein Name in sich trägt. Nicht allein die Raubüberfälle und die umfangreiche Vernetzung faschistischer Organisationen und ebensolchen Personals - es gab zehn Mordopfer. Ihre Namen sind Enver Simsek, Abdurrahim Özüdogru, Süleyman Tasköprü, Habil Kilic, Mehmet Turgut, Ismail Yasar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubasik, Halit Yozgat und Michèle Kiesewetter.
Mitglieder unsere Fraktion besuchten vor Kurzem das Dokumentationszentrum. Dort wird eine beeindruckende Lehr- und Lernarbeit betrieben. Neben dem Schwerpunkt NSU - wie konnte sich so etwas bilden und über Jahre unentdeckt bleiben, warum gibt es bis heute Leerstellen in der Aufklärung, warum wurden Akten nach der Aufdeckung des NSU in Massen geschreddert - finden sich auch Aspekte die in vor der Zeit der Terrorgruppe liegen. Geschichten zum faschistischen Terror in der Nachkriegszeit oder die Historie der Migration.
Das Lernprogramm gibt es vor Ort, ist aber auch digital zugänglich. Dass die Angebote vor Ort inzwischen von über 15 000 Menschen wahrgenommen wurden, zeigt auf, wie richtig und wichtig es war, die Finanzierung aus dem Landeshauhalt zu unterstützen.
Neben Dank und einem Händedruck kommt es darauf an, die geleistete und noch zu leistende Arbeit weiter zu unterstützen.
NSU-Dokumentationszentrum
Das NSU-Dokumentationszentrum heißt Offener Prozess.
Es steht in Chemnitz.
Es wurde im Mai eröffnet.
Das Zentrum erinnert an den NSU.
Es hilft Menschen, sich zu engagieren.
Warum das Zentrum wichtig ist
Der NSU hat viele schlimme Taten gemacht.
Er hat zehn Menschen getötet.
Die Opfer haben Namen.
Der NSU war lange aktiv.
Er wurde erst spät entdeckt.
Besuch im Dokumentationszentrum
Unsere Fraktion hat das Zentrum besucht.
Dort lernt man viel über den NSU.
Man erfährt, wie der NSU entstand.
Man sieht, warum es noch Fragen gibt.
Man lernt auch über andere faschistische Taten.
Lernangebote und Nutzung
Das Lernprogramm gibt es vor Ort.
Man kann es auch im Internet nutzen.
Mehr als 15 000 Menschen haben das Angebot genutzt.
Das zeigt, dass das Zentrum wichtig ist.
Das Land unterstützt das Zentrum finanziell.
Weiteres Engagement
Wir danken allen, die mitarbeiten.
Wir wollen die Arbeit weiter unterstützen.
Das ist wichtig für die Erinnerung.
Das hilft gegen Faschismus.
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