Dyskalkulie als Teilleistungs­schwäche anerkennen

Die demokratischen Landtagsfraktionen haben sich auf einen Gruppenantrag verständigt: Dyskalkulie (Rechenschwäche) soll in Sachsen als Teilleistungsschwäche anerkannt werden. Betroffene Schülerinnen und Schüler sollen einen Nachteilsausgleich bekommen.

So könnten sie mehr Arbeitszeit für schriftliche Leistungen erhalten, differenzierte Aufgabenstellungen und Platz für Nebenrechnungen bekommen oder von besonderen didaktisch-methodischen Hilfsmitteln profitieren. Sachverständige sollen in einer Arbeitsgruppe die Details entwickeln. Der Bildungsausschuss hat heute dem Landtag empfohlen, den Antrag anzunehmen.

Anders als eine Lese-Rechtschreib-Schwäche ist eine Rechenschwäche nicht rechtsverbindlich anerkannt, ein Nachteilsausgleich fehlt. Wir haben als Linke darauf gedrungen, diesen Missstand zu beheben, und das schon vor knapp zehn Jahren im Landtag beantragt. Die Betroffenen müssen individuell gefördert werden, was mittels einer Bildungsvereinbarung und eines pädagogischen Entwicklungsplanes erfolgen soll.

Nötigenfalls muss auch die Stundentafel angepasst werden. Bei der Fortschreibung des Sächsischen Bildungsplanes soll mathematische Bildung eine größere Rolle spielen und von Anfang an altersentsprechend ausgebaut werden. Die heutigen und künftigen Lehrkräfte müssen im Umgang mit Dyskalkulie weitergebildet werden. Präventionsmaßnahmen sind weiterzuentwickeln: So soll die Broschüre „Rechenschwierigkeiten vorbeugen“ bereits in der frühkindlichen Bildung angewandt werden können.

Das wirksamste Mittel gegen Rechenschwäche besteht darin, früh einzugreifen. Eine gute Förderung in der Kita sowie den Klassen 1 und 2 beugt der Teilleistungsschwäche am besten vor. Mit dem fraktionsübergreifenden Antrag gehen wir einen großen Schritt in Richtung Bildungsgerechtigkeit.

Dyskalkulie anerkennen

Dyskalkulie heißt Rechen-Schwäche.
Sie soll in Sachsen anerkannt werden.
Das nennt man Teilleistungs-Schwäche.

Nachteilsausgleich für Schüler

Schüler und Schülerinnen mit Dyskalkulie bekommen Hilfe.
Sie bekommen mehr Zeit für Tests.
Sie bekommen andere Aufgaben.
Sie können Neben-Rechnungen machen.
Sie bekommen besondere Hilfen.

Arbeitsgruppe und Bildungsausschuss

Experten arbeiten an den Details.
Der Bildungsausschuss sagt Ja zum Antrag.
Der Landtag soll den Antrag annehmen.

Bisherige Lage

Rechen-Schwäche ist nicht offiziell anerkannt.
Nachteile werden nicht ausgeglichen.
Die Linke Partei will das ändern.
Sie hat das schon vor 10 Jahren beantragt.

Individuelle Förderung

Betroffene Schüler brauchen besondere Förderung.
Das soll mit einem Plan gemacht werden.
Der Plan heißt Bildungs-Vereinbarung und pädagogischer Entwicklungs-Plan.

Schul-Stunden und Bildung

Die Stunden-Pläne müssen vielleicht geändert werden.
Mathe soll wichtiger werden.
Mathe soll alters-Gerecht gelehrt werden.

Lehrer-Innen und Prävention

Lehrer und Lehrerinnen sollen lernen, wie sie helfen.
Es gibt eine Broschüre gegen Rechen-Schwierigkeiten.
Die soll schon in der Kita genutzt werden.

Frühe Förderung hilft

Frühe Hilfe ist wichtig gegen Dyskalkulie.
Kita und Klassen 1 und 2 sollen gut fördern.
Der Antrag hilft für mehr Bildungsgerechtigkeit.

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