Dresdner Impfstoffwerk vor dem Aus: Panter muss den Reaktionsmodus verlassen - Serumproduktion ist Frage der Gesundheitssicherheit

Das britische Pharmaunternehmen GlaxoSmithKline will das Dresdner Impfstoffwerk schließen. Bis 2028 droht 641 Menschen der Jobverlust. Diese Nachricht macht uns fassungslos - das ist ein neuer breiter Riss im wirtschaftlichen Fundament unseres Landes.

Zur sächsischen Industrietradition gehören bei weitem nicht nur August Horch und der Automobilbau in Zwickau, sondern auch Karl August Lingner und die von ihm stark beförderte Impfstoffproduktion. Auch sie ist jetzt gefährdet, weil kapitalistische Unternehmen einzig an Profit interessiert sind.

Es überrascht uns, dass Wirtschaftsminister Dirk Panter von den Plänen überrascht ist. Wir dürfen von der Staatsregierung erwarten, dass sie über die Situation der herausragend wichtigen sächsischen Unternehmen im Bilde ist. Sie muss aus dem Reaktionsmodus rauskommen! Unser Land braucht eine Gesamtstrategie, um Industriearbeitsplätze zu retten und Perspektiven für bedrohte Standorte zu finden, und zwar in allen wichtigen Bereichen. Was kommt sonst als nächstes?

Beim Dresdner Impfstoffwerk kommt hinzu, dass es der einzige Großproduktionsstandort dieser Art in Sachsen und einer von wenigen in Europa ist. Dort werden Impfstoffe gegen Grippe und Hepatitis entwickelt und hergestellt - beide Erkrankungen sind wichtige Gesundheitsgefahren, insbesondere die Grippe ist jedes Jahr eine große Belastung für die ambulante und die stationäre Versorgung. Es ist eine Lehre aus der Pandemie, dass wir bei der Impfstoffproduktion unabhängiger von ausländischen Produktionsstandorten werden müssen. Der Erhalt des Dresdner Impfstoffwerks ist deshalb auch eine Frage der Gesundheitssicherheit. Da helfen auch taiwanesische Mikrochips nicht!

Die Staatsregierung muss die Präventionskampagnen verstärken, damit Schutzimpfungen künftig stärker nachgefragt werden. Das ist auch der beste Weg, um Arztpraxen und Krankenhäuser zu entlasten und die Gesundheitsausgaben zu senken.

Das Impfstoffwerk in Dresden soll schließen.
641 Menschen verlieren bis 2028 ihren Job.
Das ist schlecht für die Wirtschaft in Sachsen.

Sächsische Industrie

Sachsen hat eine lange Industrie-Geschichte.
Dazu gehört auch die Impfstoff-Herstellung.
Diese Arbeit ist jetzt in Gefahr.
Firmen wollen oft nur Geld verdienen.

Reaktion der Regierung

Der Wirtschafts-Minister Dirk Panter ist überrascht.
Die Regierung muss besser Bescheid wissen.
Sie soll nicht nur reagieren.
Sie soll Pläne machen, um Arbeits-Plätze zu retten.
Das gilt für alle wichtigen Firmen.

Bedeutung des Impfstoff-Werks

Das Werk ist das einzige große in Sachsen.
Es gibt nur wenige solche Werke in Europa.
Hier werden Impfstoffe gegen Grippe und Hepatitis gemacht.
Diese Krankheiten sind gefährlich.
Die Grippe belastet jedes Jahr die Kranken-Häuser.

Wir müssen Impfstoffe selbst herstellen.
Das ist wichtig für die Gesundheitssicherheit.
Wir dürfen nicht nur auf andere Länder bauen.

Schutzimpfungen fördern

Die Regierung soll mehr für Impfungen werben.
Mehr Menschen sollen sich impfen lassen.
Das hilft den Ärzten und Kranken-Häusern.
Es spart auch Geld für die Gesundheit.

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